Einkäufer Gehaltsreport 2014

Kloepfel Recruiting und die Einkaufsberatung Kloepfel Consulting haben eine Studie zu Gehältern im Einkauf erhoben. Die befragten Einkäufer verdienen im Schnitt 60.663 Euro. Die teilgenommenen Einkaufsleiter hingegen durchschnittlich 85.788 Euro.

Die befragten Einkäufer der Studie kamen zu jeweils 18% aus dem Maschinen- und Anlagenbau und der Automotive-Branche, aus dem Handel hingegen rund jeder Zehnte. Die höchsten Gehälter finden sich im Automotive mit durchschnittlich 65.306 Euro wieder, dahinter steht Health Care mit 64.300 Euro und der Sonderfahrzeugbau mit 63.750 Euro. Zum Vergleich: Das niedrigste Durchschnittsgehalt lag mit 52.706 Euro bei Dienstleistungsunternehmen und damit 12.600 Euro weniger als beim Automotive.

Bei den Einkaufsleitern ist die Branchenkonzentration ähnlich gelagert, jedoch liegt der Maschinen- und Anlagenbau mit 24 % deutlich über dem Anteil der Automotive-Branche von 12 %. Beim branchenüblichen Gehalt gibt es jedoch Unterschiede. So verdienen die befragten Einkaufsleiter in Pharmaunternehmen im Schnitt 112.375 Euro im Jahr. Der Unterschied zum niedrigsten Gehalt, dem des Sonderfahrzeugbaus, beträgt somit 36.325 Euro.

Befragte Einkäuferinnen verdienen erheblich weniger als Männer
Von den befragten Einkäufern waren weniger als ein Fünftel weiblich. Auch die Gehaltsunterschiede sind von Interesse. So verdienen die befragten Einkäuferinnen im Schnitt 15% weniger als ihre männlichen Kollegen, auf das durchschnittliche Jahresgehalt gerechnet sind das 9.268 Euro Unterschied.

Bei den teilnehmenden Einkaufsleitern sind die Unterschiede sogar noch auffälliger. Nur jeder zehnte Posten ist hier mit einer Frau besetzt. So bekommen männliche Einkaufsleiter auch 16 % mehr Gehalt als Einkaufsleiterinnen. Das durchschnittliche Jahresgehalt von den befragten Frauen beträgt somit 14.052 Euro weniger.

Große Unterschiede zwischen Gehältern nach Ausbildungsgrad
Gut zwei Drittel der befragten Einkäufer haben mindestens ein Studium absolviert, die restlichen 32 % ausschließlich eine Ausbildung. Die Durchschnittsgehälter nach Ausbildungsgrad waren unerwartet verteilt: Im Schnitt verdienen die Einkäufer, die nur ein Studium absolviert haben, 6.428 € mehr als diejenigen, die zusätzlich eine Ausbildung abgeschlossen haben.

Auch bei den Einkaufsleitern der Studie sieht es ähnlich aus, bei ihnen haben jeweils 31 % eine Ausbildung oder ein Studium durchlaufen, 38 % sogar beides. Hier beträgt der Gehaltsunterschied zwischen Personen, die Ausbildung und Studium durchlaufen haben und reinen Universitätsabsolventen im Schnitt 3.579 Euro. Die mögliche Erklärung dafür lautet, dass Akademiker oft früher ins Berufsleben einsteigen, und durch ihre Erfahrung schneller die Gehaltsleiter hochsteigen.

Bezahlung nach Leistung – Lohnt sich das?
Von den teilnehmenden Einkäufern wird knapp ein Drittel nach ihrer erbrachten Leistung bezahlt. Ihr Gehalt beträgt im Schnitt 69.743 € und damit verdienen sie durchschnittlich 12.555 Euro mehr als diejenigen, die nur ein Festgehalt beziehen.

Bei den Einkaufsleitern ist es mit 45 % ein etwas größerer Anteil, der leistungsbasiert vergütet wird. Doch mit durchschnittlich 32.685 Euro mehr Verdienst im Jahr, ist die Kluft zwischen den leistungsabhängigen und leistungsunabhängigen Gehältern bei Einkaufsleitern deutlich höher als bei Einkäufern der Studie.

Teilgenommen haben 794 Personen aus Deutschland, davon über die Hälfte Einkäufer, 40 % Einkaufsleiter und 3 % COOs. Letztere wurden aufgrund zu geringer Teilnehmerzahlen in den Statistiken nicht berücksichtigt. Der Gehaltsreport können Interessierte unter folgendem Link ohne Anmeldung herunterladen: http://www.kloepfel-consulting.com/gehaltsreport-2014/

Quelle: www.technik-einkauf.de