Kooperation zwischen Linde und Balyo verlängert

Autor: Dimitri Lagun
Datum: 29.05.2017

Mittlerweile alle Geräte aus Linde-Portfolio auch als automatisierte Variante erhältlich

Linde Material, deutscher Flurförderzeugehersteller und Lösungsanbieter, und Balyo SA, französischer Robotik-Spezialist, haben ihre Zusammenarbeit um 10 Jahre verlängert. Bereits seit 2015 kooperieren Linde und der Robotik-Spezialist in der Entwicklung und Produktion von automatisierten Fahrzeugen. Mittlerweile besteht die Möglichkeit, alle Lagertechnik-Geräte aus dem Linde-Portfolio auch als automatisierte Variante zu erhalten. „Wir sind über die Pilotphase längst hinaus und haben erste Verträge mit Großkunden abgeschlossen, die wir weltweit mit automatisierten Fahrzeugen beliefern“, erklärte Tobias Zierhut, Head of Product Management Warehouse Trucks bei Linde Material Handling den strategischen Schritt. Der Einsatz von autonomen Geräten ist besonders in Mehrschichtbetrieben ein Standard und rechnet sich in kurzer Zeit auch wirtschaftlich für den Kunden.

Durch ihre Partnerschaft, reklamieren die beiden Unternehmen die Technologieführerschaft in der Branche. Gute Argumente für die Robotik sind in erster Linie die schnelle Einsatzbereitschaft und die gute Indoor-Orientierung der Geräte. „Unsere Technologie ist nicht auf im Lager angebrachte Reflektoren, Induktionskabel oder Magnete angewiesen“, warb Balyo-CEO Fabien Bardinet.

Das Einsatzgebiet der Roboter wird bei der Installation zunächst kartografiert und die dabei entstandenen Informationen werden dann an das Fahrzeug überspielt. Per unsichtbarer, laser-gesteuerter Geonavigation orientiert sich das Fahrzeug auf dem Gelände. Laut Linde steigt der Marktanteil von selbstfahrenden Materialfluss-Produkten stark an. „Wir gehen davon aus, dass bis 2025 fast ein Fünftel unserer Fahrzeuge automatisiert betrieben werden“, prognostiziert Zierhut. In den letzten Jahren hat sich die Nachfrage jeweils mehr als verdoppelt. Ein wichtiger Faktor dabei ist auch der Fachkräftemangel. „Durch automatisierte Fahrzeuge können sich die Mitarbeiter auf anspruchsvolle Aufgaben konzentrieren, statt die immer gleichen Arbeitsschritte vornehmen zu müssen“, erläutert Zierhut. So wirbt der Intralogistikspezialist damit, dass robotergesteuerte Fahrzeuge keine Pausen brauchen, mit gleichbleibender Qualität ihre Aufgaben erledigen und keine Unfälle verursachen.

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D.Lagun