Bayernhafen-Gruppe schlägt weniger Güter um

Autor: Osman Cetinkaya
Datum: 23.02.2017

Regensburger Unternehmen stellt Zahlen vor

Die Bayernhafen GmbH & Co. KG aus Regensburg teilte mit, dass der Containerumschlag an den Standorten der Bayernhafen-Gruppe 2016 zulegte, während der Güterumschlag um 7 % rückläufig war. Insgesamt neun Millionen Tonnen (7,3 % weniger als im Vorjahr) schlug die Bayernhafen-Gruppe 2016 per Schiff und Bahn in Aschaffenburg, Bamberg, Nürnberg, Roth, Regensburg und Passau um. Einen Anteil von 5,99 Tonnen (4,55 % weniger als 2015) hatte daran die Bahn. Das Unternehmen nannte dabei als Hauptgrund die Einstellung der Rollenden Landstraße zwischen Regensburg und Trient, die am 30. Juni 2016 stattfand.

Etwa zwölf Millionen Euro wurden in die Standorte, sowie in die Vorbereitung und Erweiterung der Ansiedlungsflächen der Bayernhafen-Gruppe, investiert. 2017 sollen sogar Investitionen in Höhe von 30 Millionen Euro geplant sein. Ein Teil des Geldes soll in Verbesserungen der schienen- und wasserbezogenen Infrastruktur fließen.

Der Containerumschlag legte um 3,12 % in Aschaffenburg, Bamberg, Nürnberg und Regensburg auf insgesamt 459.794 TEU (20-Fuß-Standardcontainer) zu und entwickelte sich demnach positiv. Der Schiffsgüterumschlag dagegen sank um 12,24 % auf 3,02 Millionen Tonnen. Laut der Bayernhafen-Gruppe sind dafür mehrere Faktoren, wie der Umschlag von Mineralöl und Steinkohle per Schiff, verantwortlich. In Regensburg (dem gemessen am Schiffsgüterumschlag größten bayerischen Hafen) sei es wasserstandsbedingt zu weniger Leichterungen als im Vorjahr gekommen.

Joachim Zimmermann, Geschäftsführer der Bayernhafen Gruppe: „Vor ein paar Jahren wurden Massengüter in aller Regel auf dem Binnenschiff transportiert.“ Heute übernimmt die Bahn mehr und mehr dieser Güter. Wenn anstatt des Güterumschlags in Tonnen die Transportleistung der einzelnen Verkehrsträger in Tonnenkilometern betrachtet wird, wird das Ausmaß der Verkehrslagerung sichtbar. Nach Angaben des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur transportierte die Eisenbahn 2014 ihre Güter durchschnittlich 309 Kilometer, das Binnenschiff 259 Kilometer, der Lkw, der insbesondere den Vor- und Nachlauf übernimmt, nur 94 Kilometer weit. Im vergangenen Jahr lag die durchschnittliche Transportweite per Binnenschiff an den Bayernhafen-Standorten bei 694 Kilometer. Für das Binnenschiff ergeben sich über alle Bayernhafen-Standorte rund 2,1 Milliarden Tonnenkilometer.

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