China will Aufsicht über Auslandsinvestitionen verschärfen

Autor: Marc Kloepfel
Datum: 05.01.2017

Strengere Authentizitätsprüfung, Aufsichtssysteme und langfristige Kontrolle

Mit Auslandsdirektinvestitionen von 161,7 Milliarden US-Dollar bis zum November 2016 erlebten Chinas Auslandsinvestitionen im Vergleich zu den Investitionszahlen des Jahres 2015 eine 55-prozentige Steigerung. Ein Rekord, welcher auch von eher fragwürdigen Investitionen geprägt ist. Daher weitet China künftig die Kontrolle und Aufsicht über Auslandsinvestitionen aus.

„Erstens, die Authentizitätsüberprüfung wird gesetzmäßig vorangetrieben. Dadurch sollen den Voraussetzungen entsprechende, fähige Unternehmen dabei unterstützt werden, ihre Auslandsinvestitionen auszubauen. Zweitens, ein mittel- beziehungsweise langfristiges Aufsichtssystem soll etabliert werden. Regeln für Auslandsinvestitionen und weitere betreffende Maßnahmen sollen festgelegt werden. Dabei sollen Förderung, Service-Gewährleistung und Risikoabwehr strukturiert werden. Drittens soll eine umfassende Aufsicht während und nach der Tätigung der Investitionen verstärkt werden“, so eine Sprecherin des chinesischen Handelsministeriums. Indem nun statt fünf Beantragungsdokumenten neun eingereicht werden müssen, wird die Authentizitätsüberprüfung intensiviert.

Huang Xueqi, ehemaliger Generalsekretär der amerikanischen Handelskammer für Geschäfte in China, blickt positiv auf die anstehende Entwicklung: „Mit der ständigen Entwicklung der Wirtschaft werden immer mehr chinesische Firmen ihre Geschäfte im Ausland erweitern und vertiefen. Zu den Investitionszielen gehören nicht nur Industriestaaten, sondern auch Entwicklungsländer. Besonders nach der Entstehung der Seidenstraßen-Initiative ist die Zahl, die Qualität und das Ausmaß der Investitionen der Unternehmen in diesem Aspekt immer größer geworden. In der Zukunft liegen enorme Entwicklungsperspektiven.“

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