Zusammenarbeit in Hamburger Hafenpolitik soll stärker werden

Autor: Mario Schmidtgen
Datum: 12.07.2017

Niedersachsens Ministerpräsident Weil ist zuversichtlich

Niedersachsens Ministerpräsident will, dass in der Hamburger Hafenpolitik enger zusammengearbeitet wird. „Von niedersächsischer Seite aus ist die Tür immer offen“, sagte der SPD-Politiker der Tageszeitung „Weser-Kurier“. Das betreffe vor allem den Jade-Weser-Port in Wilhelmshaven, welcher von den Ländern Bremen und Niedersachsen betrieben wird. Bei Hamburger Angelegenheiten wolle er nicht beimischen. „Ich weiß nur, die Elbe stößt an ihre natürlichen Grenzen, die Container-Riesen werden immer größer, und der Jade-Weser-Port ist an der richtigen Stelle“, sagte Weil.

Der von Niedersachsen und Bremen errichtete Jade-Weser-Port ist der einzige Tiefwasserhafen Deutschlands. Während Niedersachsen und Bremen den Hafen mit hohem finanziellen Aufwand bauten, beteiligte sich Hamburg nicht an dem Milliarden-Bauwerk und das obwohl der Hamburgerhafen für die ganz großen Containerschiffe nur schwer zu erreichen ist. Um dieses Problem zu beheben, soll die Elbe ausgebaggert werden, damit auch Schiffe mit einem Tiefgang von 13,50 m sowohl bei Ebbe als auch bei Flut die Passage passieren können. Der Jade-Weser-Port hat im Vergleich dazu eine Tiefe von 18 Metern.

2016 wurden im Hamburger Hafen etwa 9 Millionen Standardcontainer umgeladen. Beim Jade-Weser-Port hingegen lag der Umschlag nur bei 482.000 Containern. Das sind zwar 13 Prozent mehr als im Vorjahr, doch von dem Ziel von 2,7 Million Teu ist der Jade-Weser-Port noch weit weg. Im Interview mit „Weser-Kurier“ zeigte sich Weil dennoch positiv und ist zuversichtlich, dass Wilhelmshaven 2018 die Marke von 1 Million Containern knacken werde.

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