BMW: Suche nach Standards und offenen Systemen

Autor: Sebastian Thelen
Datum: 21.02.2017

Transparente Supply Chain wird angestrebt

BMW

Der Autobauer BMW strebt laut Produktionsvorstand Oliver Zipse eine „vollständig transparente Supply Chain“ an, um sich für das Industrie-4.0-Zeitalter vorzubereiten. Auch Themen wie die Vernetzung der Produktion, die Anbindung aller Logistikdienstleister an die IT, die Verfolgung der Position von Teilelieferungen sowie der Einsatz autonomer Flurförderzeuge in der Versorgungskette stehen auch auf dem Plan des Münchner Traditionsunternehmens. 2016 wurde das 100-jährige Bestehen gefeiert.

Heutzutage liegen bis zu 70 % der Wertschöpfung in der Autoherstellung bei den Zulieferern. Demnach müssen sich auch die Lieferanten und Dienstleister des Automobilisten an den Zukunftsplänen beteiligen. In diesem Zusammenhang gehören offene Systeme, gemeinsame Standards und durchgängige Daten aktuell zu den größten Herausforderungen für BMW. Dies wurde bereits 2016 auf dem deutschen Logistik-Kongress in Berlin von Produktionsvorstand Zipse bekanntgegeben. Genau zu diesem Thema sollen schon Gespräche zwischen BMW und Intralogistikern bzw. deren Verbänden stattgefunden haben, wie aus Insiderkreisen bekanntgegeben wurde.

Es werden bereits verschiedene Innovationen und Technologien getestet, um den strategischen Zielen näher zu kommen. „Wir haben eine klare Zukunftsvision und setzen uns frühzeitig mit den Technologien von morgen auseinander“, so Marco Prüglmeier, Projektleiter Innovationen und Industrie 4.0 in der BMW Group Logistik. Autonome Routenzüge in der Montage, Augmented-Reality-Datenbrillen, Elektro-LKW auf Kurzstrecken und eine Flotte von zehn autonomen Transportrobotern im Alltagsbetrieb am Standort Wackersdorf, sind nur einige von vielen Technologien, die momentan getestet werden.

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