Neues Projekt über Blockchainanwendungen

Autor: Sebastian Thelen
Datum: 18.04.2017

Supply-Chain der pharmazeutischen Branche soll verbessert werden

IBM bleibt weiterhin der Vorreiter in der globalen Entwicklung von Blockchainanwendungen. Dies wird zusätzlich durch ein neues Supply-Chain Projekt auf dem chinesischen Markt verstärkt. Das Projekt beschäftigt sich mit der Prozessoptimierung der Supply-Chain im pharmazeutischen Bereich. So soll der Datenaustausch zwischen Verkäufer, Käufer und Finanziers über die Blockchain wirksam wiedergegeben werden.

Das Yijan Blockchain Technology Application System wurde in Kooperation mit IBM und Heija, einem chinesischen Supply-Chain Unternehmen, entwickelt. Mithilfe der Technologie sollen klassische Finanzprobleme des pharmazeutischen Großhandelssektors in der Supply-Chain behoben werden. Im Fokus des Projektes steht aber die Verbesserung des unterentwickelten Kreditbewertungssystems des Landes.

Durch die Blockchain soll die Lieferkette transparenter werden, gleichzeitig soll der Handel von Medikamenten kryptographisch aufgezeichnet und verwaltet werden. So soll den Problemen des aktuellen Systems vorgebeugt werden. Besonders für kleinere Händler stellte sich das System als geschäftsschädigend und ineffizient heraus: Teilweise beträgt die Wartezeit für eine Zahlung der Krankenhäuser 60 bis 90 Tage, trotz bereits versandter Medizinprodukte.

Vizepräsident der Abteilung für Blockchain Lösungen bei IBM Raminesh Gopinath sieht in der Blockchain eine Chance, Transaktionsprozesse für alle Beteiligten möglichst transparent darzustellen. “Die Blockchain eignet sich perfekt für diesen Transaktionsprozess mit drei Beteiligten. Dieser Prozess ist kein Ausnahmefall, wir beobachten ihn immer und immer wieder.“

Das Projekt wird erstmals mit einem Händler, einem Krankenhaus und einer Bank erprobt. Im Juli wird mit dem Aufbau eines ganzen Netzes begonnen. Leng Tianhui von Heija ist bereits überzeugt, dass das System auch außerhalb der pharmazeutischen Branche in China gut ankommen wird.

Zunächst wird der Pilot mit einem Händler, einem Krankenhaus und einer Bank starten. Bereits im Juli soll dann ein ganzes Netzwerk aufgebaut werden. Leng Tianhui von Hejia ist sich schon jetzt sicher, dass das System über die Grenzen des pharmazeutischen Sektors hinweg in China Anklang finden wird.

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