NIFIS-Studie: Datenschutz wichtigstes Thema der IT-Sicherheit

Autor: Sebastian Thelen
Datum: 08.12.2016

Nur 49 Prozent sehen Social Media als IT-Risiko an

IT-Sicherheit heißt Datenschutz. So lautet zumindest das Ergebnis des aktuellen Reports „IT-Sicherheit und Datenschutz 2017“ von der nationalen Initiative für Informations- und Internet-Sicherheit e.V. (NIFIS). Auf Basis einer Umfrage unter 100 Fach- und Führungskräften mittelständischer, deutscher Unternehmen versuchte man die Top-Themen der IT-Sicherheit für das Jahr 2017 zu ermitteln.

Ganze 91 Prozent gaben demnach den Datenschutz als wichtigstes Thema in Sachen IT-Sicherheit für das kommende Jahr an. Grund dafür seien Sicherheitsskandale verschiedener Geheimdienste, welche die Empfindlichkeit deutscher Unternehmen für das Thema Datenschutz in die Höhe getrieben haben sollen, was 87 Prozent der Befragten bestätigten. Ein enormer Anteil von 93 Prozent vertritt die Meinung, dass für Unternehmen keinen sichere Abwehr gegen Spionage gebe. Trotzdem erwarten 71 Prozent für die Zukunft eine Verstärkung der Schutzmaßnahmen.

„Die deutsche Wirtschaft sieht nur bei Anbietern, die ihre Daten in Deutschland speichern und verarbeiten, das hohe deutsche Datenschutzniveau gewährleistet“, resümiert RA Dr. Thomas Lapp, Vorsitzender der Nationalen Initiative für Informations- und Internet-Sicherheit e.V., eine wichtige Erkenntnis der Studie. Er ergänzt: „Daraus ergeben sich riesige Chancen für die deutschen Anbieter, die sie hoffentlich zu nutzen verstehen.“

Weitere Problemthemen seien darüber hinaus die Sicherheit von Smartphones und Tablets (89 Prozent) sowie die Prävention von Datendiebstahl durch eigene Mitarbeiter (83 Prozent). Auch die Sicherheit im Bereich Cloud Computing wird von der Mehrheit angezweifelt (83 Prozent). Weiterhin präferieren ganz 97 Prozent den deutschen Datenschutz-Standard und verzichten auf EU- und US-Standards. Darüber hinaus sei für 78 Prozent der Schutz vor Hackerangriffen ausschlaggebend für eine sichere IT. Social Media bewerten nur 49 Prozent als Risikofaktor, während 79 Prozent das Halten an Compliance-Regeln unterstützen.

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