ALDI publiziert Detox-Bericht für Textil- und Schuhproduktion

Autor: Osman Cetinkaya
Datum: 24.02.2017

Außerdem Einsatz für nachhaltigere Lieferkette

©ALDI SÜD

ALDI Nord und ALDI SÜD wollen transparenter werden und haben aus diesem Grund einen gemeinsamen Detox-Forschungsbericht publiziert, in dem beide Unternehmen weitreichende Insights in die Entwicklung einer verantwortungsvollen und umweltverträglichen Textil- und Schuhproduktion geben. Beide Unternehmensgruppen setzen sich seit 2015 für die Detox-Idee ein, welche von Greenpeace gegründet wurde. Das Ziel der Kampagne ist die Reduzierung der Umweltbelastungen durch chemische Produktionsverfahren der Textil- und Schuhindustrie in den produzierenden Ländern.

„Mit dem Detox-Fortschrittsbericht möchten wir interessierten Anspruchsgruppen offen und transparent darlegen, wie wir uns für eine nachhaltigere Textil- und Schuhproduktion einsetzen. Wir arbeiten gemeinsam mit unseren Geschäftspartnern, NGOs, Brancheninitiativen, der chemischen Industrie und der Wissenschaft mit Hochdruck daran, die Umwelt-Auswirkungen in der textilen Lieferkette, in dem für uns beeinflussbaren Bereich, zu minimieren. Dies hat nicht zuletzt der internationale ALDI Detox-Gipfel im November 2016 in Shanghai gezeigt, bei dem wir relevante Akteure zusammengebracht haben“, erklärt Rayk Mende, Geschäftsführer Corporate Responsibility bei ALDI Nord.

Sven van den Boomen, Geschäftsführer Corporate Responsibility International bei ALDI SÜD, führt an: „Unser langfristiges Ziel ist es, dass nachhaltigere Produktionsmethoden zur Selbstverständlichkeit werden. Wir arbeiten daher mit zahlreichen Lieferkettenakteuren intensiv daran, diesen Anspruch umzusetzen. Die ersten Ergebnisse unserer Arbeit haben wir nun in einem Detox-Fortschrittsbericht zusammengefasst. Für uns ist der Bericht ein weiterer erreichter Meilenstein, der zeigt, dass wir den Zielen unseres Commitments wieder ein Stück näher kommen“.

Die ALDI Detox-2020-Strategie betrifft sechs Handlungsfelder. Vom Chemikalien-, Supply-Chain- und Datenmanagement über Trainings- und Qualifizierungsmaßnahmen bis hin zu Stakeholder-Dialogen sowie Unterstützung des nachhaltigen Konsums gibt der ALDI Detox-Bericht einen weiten und ausführlichen Ausblick. Ein Hauptanliegen ist es, bis 2020 in der Textil- und Schuhproduktion die Verwendung von elf Substanzen wie beispielsweise Chlorbenzole zu unterbinden. Dieses Jahr sterbt ALDI den kompletten Verzicht von PFCs und APEOs an. Bereits 2016 konnten 78 Prozent der ALDI-Produktionsstätten belegen, dass keine PFCs im Abwasser oder Schlamm vorhanden waren.

Des Weiteren streben sowohl ALDI Nord als auch ALDI SÜD eine nachhaltigere Lieferkette an. Aus diesem Grund haben sich beide Einzelhändler der Business Environmental Performance Initiative (BEPI) angeschlossen. Die BEPI ist eine Kampagne der Foreign Trade Association (FTA), dem führenden Verband des europäischen und internationalen Handels. Ziel von BEPI ist der Umweltschutz in der Supply Chain, unter anderem bei chemischen Produktionsprozessen. Die Initiative bietet ihren Teilnehmern neben einem kontinuierlichen globalen Netzwerk eine Fülle an Trainingseinheiten an, um zum Beispiel Know-how bei Lieferanten und Herstellern zu entwickeln und so gezielt ein besseres Chemikalienmanagement voranzutreiben.

Den ALDI Detox-Fortschrittsbericht finden Sie unter: www.aldi.in/detox

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O.Cetinkaya