Amazon Fresh startet in Hamburg

Autor: Ralf Schmitt
Datum: 21.07.2017

Nutzung zunächst nur in zentralen Stadtteilen

Nachdem der Lieferdienst Amazon Fresh vor zwei Monaten bereits in Berlin und Potsdam an den Start ging, kommt jetzt auch Hamburg hinzu. In der Hansestadt sollen etwa 300.000 Artikel verfügbar sein. Eine Lieferung in alle Stadtteile ist anfangs allerdings nicht möglich.

Am Mittwoch teilte der Konzern mit, dass zunächst vor allem die zentralen Bereiche Hamburgs den Service nutzen können. Florian Baumgartner, Deutschlandchef von Amazon Fresh, ist zuversichtlich, dass das gesamte Stadtgebiet jedoch relativ schnell abgedeckt sein werde. Aktuell umfasst das Liefergebiet die Stadtteile von Altona über Eimsbüttel bis hin nach Wandsbek und Mitte. Randbezirke wie Bergedorf und Harburg sind momentan noch außen vor.

Anfang Mai startete Amazon Fresh in Berlin und Potsdam. Das Sortiment umfasste anfänglich 85.000 Artikel, heute, nur zwei Monate später, ist die Zahl der verfügbaren Produkte bereits auf 300.000 gestiegen. Das liegt vor allem an dem Kundenwunsch auch Non-Food-Artikel per Amazon-Fresh-Bestellung erhalten zu können.

Experten sehen in Amazon Fresh einen ernsthaften Konkurrenten für den etablierten Lebensmittelhandel in Deutschland. Amazon Fresh ist für Kunden des Abo-Dienstes Amazon Prime gegen eine zusätzliche Gebühr von monatlich 9,99 Euro zugänglich.

Die Hamburger Kunden sollen ihre Lieferungen über das Berliner Fresh-Depot erhalten. Dank isolierter Liefertaschen, gefüllt mit Trockeneis ist es möglich, die Kühlkette der Waren auch während des Transports ohne spezielle Fahrzeuge sicherzustellen.

Der längere Weg bis zur eigenen Haustür bedeutet für die Kunden vorrausschauendes Handeln. Bestellungen müssen etwas früher aufgegeben werden: Für Lieferungen ab 5.00 am nächsten Tag muss eine Bestellung am vorherigen Tag bis spätestens 22.00 Uhr erfolgen. Wird bis 10.30 Uhr bestellt, so können insgesamt 13 000 Artikel noch am selben Tag von Berlin nach Hamburg versendet werden.

Bisher wurde vor allem auf München oder das Ruhgebiet als nächste Amazon-Fresh-Etappe spekuliert.

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