Beiersdorf nutzt Progressive Web App

Autor: Mario Schmidtgen
Datum: 30.05.2017

Nivea wird erster Tester

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Als erster deutscher Kosmetikkonzern nutzt Beiersdorf eine so genannte Progressive Web App (PWA). Diese funktioniert wie eine App, muss jedoch nicht aus dem App-Store runtergeladen werden.

Mit einem neuem Hybrid aus Webseite und App will Beiersdorf Nivea-Nutzer umwerben. Einsatzbereit wird die PWA bereits im Sommer sein. Der Kosmetikkonzern ist einer der ersten deutschen Markenartikler, der dieses Tool nutzt. Die Hamburger haben dies zusammen mit Google entwickelt und die App gerade auf der Entwicklerkonferenz Google I/O vorgestellt. Eine Besonderheit ist, dass sich die Kunden die Web-App per Home Button auf ihr Handy legen können, wenn sie sowieso auf der Nivea-Seite surfen. Zudem entfällt das Herunterladen aus dem App-Store.

Das Angebot funktioniert dennoch wie eine herkömmliche App: Registrierte Kunden können Push-Nachrichten erhalten, Kassenbons fotografieren, Bonuspunkte sammeln sowie einkaufen. Bezahlmethoden sind dabei Paypal oder Kreditkarte. Ist die Paypal-App auf dem Smartphone installiert, ist es möglich, die eigenen Zahlungsdaten automatisch zum Zahlungsdienst von Google kopieren zu lassen und damit zu bezahlen.

„Ausschlaggebend für uns war, dass mehr als 60 Prozent des Traffic auf unserer Seite ohnehin über das Smartphone laufen“, sagt Thorsten Schapmann, der das Projekt bei Beiersdorf betreut. Bei Besucherzahlen „im hohen einstelligen Millionenbereich“ ist die Anzahl der Kunden, die per Smartphone bei Nivea surft, ebenfalls siebenstellig. Ein Nachteil der App ist es, dass das Feature vor allem auf Android-Geräten funktioniert. Die Apple Nutzer können das Feature nicht nutzen.

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