BMW plant den Ausbau der Elektromobilität

Autor: Duran Sarikaya
Datum: 03.05.2017

BMW

Bau von BMW iNEXT ab 2021 im BMW Group Werk Dingolfing

Die BMW Group plant den Ausbau der Elektromobilität. „Die BMW Group ist Pionier und Vorreiter der Elektromobilität. Wir werden ab 2021 den voll elektrischen BMW iNEXT hier in unserem Werk in Dingolfing bauen. Mit dieser Entscheidung stärken wir einmal mehr unsere deutschen Produktionsstandorte, die mit ihrer Innovationskraft in unserem gesamten Produktionsnetzwerk eine führende Rolle übernehmen. Gerade bei der Elektromobilität ist es unser Anspruch, die durchgängige Systemkompetenz im Haus zu haben.“, sagt Oliver Zipse, Produktionsvorstand der BMW Group.

Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner betonte: „Bayern ist Auto-Land und Bayern ist ein weltweit anerkannter Hightech-Standort. Deswegen ist es eine gute Entscheidung, dass der BMW iNEXT hier in Dingolfing am größten europäischen Produktionsstandort der BMW Group gebaut wird. Vor allem die Elektromobilität und die Digitalisierung sind in diesem Zusammenhang die entscheidenden Technologietreiber. Bayerns Automobilindustrie und unsere Zulieferer sind dabei bestens aufgestellt. Ich bin mir daher sicher: Das Auto der Zukunft entsteht nicht im Silicon Valley, sondern hier in Bayern.“

Auch international wirken sich die Produktionskompetenz und das Technologie-Knowhow der deutschen BMW Group Werke aus. So werden heute bereits an neun Standorten auf der ganzen Welt elektrifizierte Modelle produziert. Im BMW Group Werk Leipzig wird ab 2019 zusätzlich zum BMW i3, ein voll elektrischer MINI produziert. 2020 stößt dann der elektrische BMW X3 hinzu und 2021 der BMW iNEXT. Die Hochvoltspeicher und Elektromotoren der Modelle werden im Werk in Dingolfing gefertigt.

„Künftig gestalten wir das BMW Produktionssystem so, dass wir in den Fertigungsstrukturen unserer Produktionsstandorte gleichzeitig Modelle mit Verbrennungsmotor, Plug-in-Hybrid oder einem voll elektrischen Antrieb bauen können. Damit erreichen wir eine einzigartige Flexibilität und sind auf der Kostenseite optimal aufgestellt.“, sagt Oliver Zipse.

Dr. Andreas Wendt, Leiter des BMW Group Werks Dingolfing ist von dem Werk in Dingolfing überzeugt: „Dingolfing hat große Erfahrung und Kompetenz beim Anlauf komplexer Produkte und ist damit der ideale Standort für die Produktion des BMW iNEXT. Mit seinem reinen Elektroantrieb, seinen größeren Außenmaßen und neuen Technologien wie autonomes Fahren und digitale Vernetzung wird der BMW iNEXT ein echter Innovationsträger. Wir sind stolz, dieses Fahrzeug hier in Dingolfing bauen zu dürfen. Dieses Jahr feiern wir 50 Jahre BMW in Niederbayern. Für mich ist der BMW iNEXT ein starkes Signal des Aufbruchs und dafür, dass wir auch die nächsten 50 Jahre erfolgreich gestalten wollen.“

Bis heute hat die BMW Group am Standort Dingolfing etwa 100 Millionen Euro in die Elektromobilität investiert und ihn und seine Arbeitsplätze dadurch für die Zukunft gestärkt.

Wir haben in Dingolfing frühzeitig auf das Thema E-Mobilität und auf die Schaffung zukunftsfähiger Beschäftigung gesetzt – das macht sich jetzt bezahlt. Der BMW iNEXT wird helfen, in den nächsten Jahren die Auslastung des Werks und die technologische Vorreiterrolle des Standorts zu sichern. Damit bieten wir den Beschäftigten eine gute Perspektive für die Zukunft.“, sagt Stefan Schmid, Betriebsratsvorsitzender des Werks Dingolfing.

Laut Ilka Horstmeier, Leiterin Produktion Motoren und Elektrische Antriebssysteme, ist die Flexibilität ein wesentlicher Erfolgsfaktor in der Produktion von elektrischen Antriebskomponenten. „Unser adaptives Produktionssystem ist reaktionsfähig und innovativ: Bei Bedarf können wir unser Fertigungsvolumen in 12 Monaten verdoppeln und schnell auf eine steigende Kundennachfrage reagieren. Auch dank unseres standardisierten Baukastensystems für die sogenannten eDrive-Komponenten sind wir zudem in der Lage, Elektromotoren und Hochvoltspeicher unterschiedlicher Größe, Leistung und Bauform zu produzieren. Je nach Nachfrage in den einzelnen Vertriebsregionen können wir den Anteil der Elektroantriebe entsprechend anpassen.“

Den Startschuss für die Entwicklung voll elektrischer Fahrzeuge hat die BMW Group vor zehn Jahren mit ihrem project i gegeben. Project i legt den Grundstein für neue Produktionstechnologien und –prozesse, was nicht nur den Eigenschaften der BMW eDrive Komponenten zugutekommt, sondern auch der flexiblen und qualitätsorientierten Produktion in Dingolfing.

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D.Sarikaya