Hackerangriffe bei DHL und Hermes

Autor: Ralf Schmitt
Datum: 27.04.2017

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Technische Störungen und Systemausfälle bei DHL und Hermes

Mitte letzter Woche waren DHL und Hermes von technischen Störungen und Systemausfällen betroffen. Besonders die Seiten der DHL waren von den DDos-Attacken befallen. Das Geschäftskundenportal und sämtliche APIs konnten nicht aufgerufen werden. Beispielsweise konnten Online-Händler dadurch keine Versandlabels ausdrucken. Aber auch Hermes litt unter den Störungen.

DHL und Hermes gaben zu den Gründen des Ausfalls noch kein Statement ab. Erst auf Anfrage gab Hermes bekannt, dass einige der Online-Services „aufgrund technischer Störungen vorübergehend nur eingeschränkt erreichbar“ waren. Ebenso teilte DHL mit, die Störungen „frühzeitig identifiziert“ zu haben und das System trotzdem liefe. Über den Hintergrund der Ausfälle hielt man sich bedeckt: „Die Ursachen, warum die Verfügbarkeit der Seite eingeschränkt war, können vielfältig sein. Wir werten die uns hierzu vorliegenden Informationen zurzeit aus.“
Laut mehreren Medien war der Grund für die Systemausfälle keine technische Störung, sondern ein Angriff einer Hackergruppe. Die „XMR Squad“ soll dafür verantwortlich sein. Ihnen wird nachgesagt, DHL um 250 Euro erpresst zu haben, jedoch ohne Erfolg. Auch weitere Websiten wie AldiTalk, Freenet sowie Web-Präsenzen des LKA Niedersachen und des Landes NRW sollen betroffen sein.

Eine Studie von Link11 bestätigt die DDos-Attacken. Laut einem Report vom Dezember 2016 soll in der zweiten Jahreshälfte die Zahl der Attacken in Deutschland, Österreich und der Schweiz um satte 37,5 Prozent angestiegen sein. Außerdem kommt es nach Angaben der Sicherheitsunternehmen Kaspersky Lab immer häufiger zu Angriffen durch sogenannte Ransomware. Vor allem Finanzinstitutionen sind weltweit von Attacken durch Betrüger betroffen.

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