Hermes bestellt 1.500 Elektro-Sprinter vor

Autor: Ralf Windmüller
Datum: 31.03.2017

Hermes kooperiert mit Hersteller von Elektro-Transportern

Daimlers Tochterunternehmen Mercedes-Benz Vans und der Logistikkonzern Hermes verkündeten ihre Zusammenarbeit mit dem Ziel der Elektrifizierung der Lieferflotte des Logistikers. Anfang 2018 bis 2020 sollen 1.500 elektrisch angetriebene Fahrzeuge vom Typ Sprinter und Vito eingeführt werden. Die Pilotprojekte werden erstmalig in Hamburg und Stuttgart gestartet, nach Erfolg werden sie auf weitere Ballungsräume in Deutschland erweitert.

Erst letztes Jahr präsentierte Mercedes-Benz Vans die Studie „Vision Van“ und gab bekannt, ab 2018 serienreife Elektro-Transporter verkaufen zu wollen. Volker Mornhinweg, Leiter von Mercedes-Benz Vans, ist stolz, Hermes zum Kundenstamm mit einer signifikanten Stückzahl zählen zu können. Da der Logistikkonzern für sein Einsatz-Profil mittelgroße und große Elektrotransporter brauche, wurden der kompakte Vito als auch der größere Sprinter als Elektro-Versionen ausgewählt. Auf Grund des steigenden Sendungsaufkommens des E-Commerce wollen die Partner die Produktivität und Nachhaltigkeit von KEP-Transportern verbessern.

Hermes sieht in der Elektromobilität eine Chance den Klima- und Umweltschutz zu verbessern. Laut dem CEO Hermes Germany GmbH Frank Rausch sei deswegen die Zusammenarbeit mit Mercedes-Benz Vans ein bedeutender Baustein für die Elektrifizierung der Flotte im urbanen Raum. Außerdem werde eine flächendeckende Umstellung auf emissionsarme Euro 6 Fahrzeuge anvisiert. Bis 2025 sollen alle innerstädtischen Sendungen aller deutschen Großstädte komplett emissionsfrei geliefert werden. Dafür soll die Energie der Elektrofahrzeuge zu 100 Prozent aus regenerativen Quellen bezogen werden und wird so klimaneutral erzeugt und zertifiziert.

Der Fokus liege laut dem Logistikdienstleister auf der technischen Machbarkeit und wirtschaftlichen Effizienz für den Einsatz batterie-elektrischer Fahrzeuge. Weiterhin arbeitet der Logistikkonzern an der Entwicklung neuer Konzepte zur Integration von batterie-elektrischen Transportern, die samt der notwendigen Ladeinfrastruktur in bestehende Betriebsabläufe entwickelt werden sollen. Unter anderem plant man sogenannte „vernetzte Dienste“ in das Projekt einzubeziehen. So sollen Informationen über den Ladezustand und die Reichweite des Fahrzeugs für eine optimale Routenplanung gewonnen werden können.

Inzwischen besteht ein Pilotprojekt der Elektromobilität zwischen Hermes und Mercedes-Benz Vans. Dabei werden E-Varianten Frontlenker-Lkw Fuso Canter eingesetzt, auch in Stuttgart. Schon 2011 führte Hermes eines der ersten Vito E-Cell Modelle ein, welches jedoch nie in Großserie produziert und nur über die Vermieter CharterWay an ausgewählte Kunden verleast wurde. Wegen mangelnder Nachfrage und Kundenresonanz wurden damals die Weiterentwicklungen wieder eingestellt.

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R.Windmueller