Joint Venture zwischen Volvo und Geely

Autor: Mario Schmidtgen
Datum: 24.07.2017

Geringere Beschaffungskosten durch gemeinsamen Einkauf

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Volvo Cars und die Geely Holding starten einen gemeinsamen Joint Venture, an dem beide Unternehmen zu Hälfte beteiligt sind.

Zukünftig werden Volvo, Geely und Lynk & Co Punkte wie zum Beispiel die Fahrzeugarchitektur und die Motorentechnik teilen. Um Beschaffungskosten zu reduzieren, arbeiten die Unternehmen auch im Einkauf eng zusammen, wodurch wiederum größere Synergien und Skaleneffekte entstehen.

Schon länger plant Volvo das Ende von Verbrennungsmotoren hin zu einem durch und durch elektrischen Sortiment. Um dieses Vorhaben schneller umzusetzen, arbeitet Volvo in Zukunft mit seinen beiden Konzernschwestern Geely und Lynk & Co zusammen. China wird dabei als Hauptsitz des Joint Ventures dienen. Göteborg wird eine Außenstelle bilden.

Außerdem wolle Volvo „eine bedeutende Minderheitsbeteiligung an Lynk & Co“ übernehmen. „Mit der gemeinsamen Nutzung von Technologien und Fahrzeugarchitekturen der nächsten Generation setzen wir Vorteile für unser gesamtes Portfolio frei“. Laut einem Statement von Donnerstag, hat Volvo eine Vereinbarung beschlossen, welche regelt, dass auch andere, der Geely-Gruppe zugehörigen Unternehmen, Zugriff auf die Technologien der anderen Mitglieder erhalten können.

„Durch die geplante Zusammenarbeit verbessern wir unsere Möglichkeiten, die nächste Generation elektrifizierter Fahrzeuge zu entwickeln“, kommentiert Volvo-Chef Hakan Samuelsson.

Volvo erzielte 2016 einen Umsatz von 180,7 Milliarden SEK (19,1 Milliarden Euro). Der Absatz lag bei 534.332 Fahrzeugen, alleine im Juni waren es 277.641 Neuwagen. Volvo ist seit 2010 ein Teil der chinesischen Zhejiang Geely Holding. Anfangs gehörte Volvo zur Swedish Volvo Group, wurde aber 1999 von der Ford Motor Company übernommen.

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