Labor von Würth Industrie Service als offizielle Prüfstelle akkreditiert

Autor: Mario Schmidtgen
Datum: 09.05.2017

Würth Industrie Service erhält Auszeichnung für hohe Kompetenz der Mitarbeiter und umfassende Ausstattung mit Mess- und Prüftechnik

Seit April 2017 ist das Prüflabor der Würth Industrie Service GmbH & Co. KG, offiziell nach DIN EN ISO/IEC 17025 zertifiziert und für 24 normgerechte Verfahren als Prüfstelle zugelassen. Das Unternehmen ist auf die Verbindungstechnik spezialisiert. Die Kompetenz des Unternehmens wurde des Weiteren auch mit einer Auszeichnung für die hohe Kompetenz der Mitarbeiter sowie für die umfassende Ausstattung mit Mess- und Prüftechnik hervorgehoben.

Jährlich werden bis zu 9.500 Merkmale von den 15 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in Bad Mergentheim im Prüflabor von Würth Industrie Service geprüft. Zu dem Procedere gehören unter anderem Härteprüfungen, Zugversuche, Reibwertprüfungen und Kerbschlagbiegeversuche. Auch Gefügeprüfungen von metallischen Werkstoffen sind Teil des Verfahrens.

Jürgenbauer, Laborleiter bei Würth Industrie Service GmbH & Co. KG, nimmt Stellung: „Qualitätsmanagement wird im Prüflabor von Würth Industrie Service bereits seit Jahren gelebt und die Prozesse werden kontinuierlich verbessert. Wir haben uns unser Know-how und unsere internen Prozesse dazu Schritt für Schritt erarbeitet. Mit der Akkreditierung lassen wir uns nun von unabhängiger Seite unsere Leistungen bestätigen.“ Die fachliche Kompetenz des Teams, das stetig umgesetzte Qualitätsmanagement und die umfangreiche Ausstattung des Laborgebäudes mit hochmoderner mechanischer Mess- und Prüftechnik, waren Grund für die erfolgreiche Erstakkreditierung.

Auf insgesamt 800 m² findet das Prüflabor in einem eigenständigen Gebäude auf drei Stockwerken seinen Platz. Dort werden die eigenen Unternehmensbereiche Wareneingang, Erstmusterprüfung, Anwendungsberatung und Reklamationsmanagement von den Experten geprüft. Immer mehr externe Kunden vertrauen auf das Knowhow von Würth Industrie Service im Bereich Qualitätsprüfung. „Wir sind stark in der Anwendungsberatung und bei der Produktentwicklung gefragt. Wichtig ist hier die Schnelligkeit – im Schadensfall, aber auch in der Entwicklung“, so Bauer.

Da die Spezialisten für Verbindungstechnik oft Vorreiter bei Neuentwicklungen sind, kommen die neusten Angebote aus aller Welt. 2011 wurde die weltweit größte Reibwertprüfmaschine für Verbindungselemente mit einem Gewicht von etwa 6 Tonnen und einem Gesamtdrehmoment bis zu 60.000 Nm von Würth Industrie Service entwickelt. Schrauben mit einer Größe von M80 (Verwendung bei Windkraftanlagen) lassen sich von der Maschine testen. Neben den Reibwertprüfmaschinen, verfügt das Unternehmen noch einen vertikalen Drehmomentprüfstand. Mit ihm lassen sich funktionelle Eigenschaften von Schrauben ermitteln. Auch eine Salzsprühnebelkammer steht für Korrosionstests zur Verfügung. Diese kann in Langzeittests bis zu mehreren 1.000 Stunden die Beständigkeit von Beschichtungen prüft. Die Mitarbeiter messen in einem klimatisierten Raum mit konstanter Temperatur und Luftfeuchtigkeit außerdem mit einer 3-D-Multisensor-Messmaschine komplexe Form- und Lagetoleranzen.

Jürgen Bauers Qualitätsphilosophie beinhaltet die Personalentwicklung sowie die interne Kommunikation als wesentliche Bestandteile. „Schraubenpäpste sind auf dem Markt schwer zu finden, deshalb bilden wir unsere Mitarbeiter selbst aus und entwickeln unser Know-how ständig weiter“, so Bauer. Die Fachkompetenz der Labormitarbeiter wird durch Weiterbildungsmöglichkeiten sowie Ausbildungsplätzen für Werkstoffprüfer unterstützt. „Wir geben unseren Kunden Sicherheit, weil wir genau wissen, was unser Labor, die Menschen und die Technikleisten können“, sagt Jürgen Bauer. „Wir leben das Qualitätsmanagement und setzen es täglich aufs Neue um.“

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