Neuorganisation von Ergo auf gutem Weg

Autor: Mario Schmidtgen
Datum: 02.06.2017

Rückkehr in die Gewinnzone noch in diesem Jahr

Die Neuorganisation der Münchener-Rück-Tochter Ergo ist auf einem guten Weg. Laut Markus Rieß, Konzernchef Ergo, ist der notwendige Arbeitsplatzabbau von rund 1800 Stellen bereits mehr als 50 Prozent realisiert. Auch sollen nach Angaben des Konzernchefs bis zum Jahresende Netto-Kosteneinsparungen von knapp 100 Millionen Euro erreicht werden.

Der Gewinnbetrag von rund 600 Millionen Euro, der bis 2021 von der Ergo erstrebt werden soll ist „ultrakonservativ“ gerechnet. 2017 soll die Ergo in die Gewinnzone zurückkehren. Im ersten Quartal des Jahres schaffte Ergo es bereits aus der Verlustzone zu kommen und erzielte einen Gewinn von 91 Millionen Euro.

Doch Umbau und Neuausrichtung sind nicht gerade günstig. Die Investitionen zur zum Beispiel Verbesserung der Abläufe und in die Digitalisierung summieren sich auf einen stolzen Betrag von eine Milliarde Euro. Rieß betonte, dass die Ergo das ohne Hilfe des Mutterkonzerns schaffen wird. Die Streichung von insgesamt 1300 Arbeitsplätzen betrifft am stärksten den Vertrieb, der den Außendienst steuert. Durch die Neuorganisation soll der Vertrieb der sechs Marken, der bisher weitgehend eigenständig war, zusammengelegt werden. Von insgesamt 66 Standorten werden 11 geschlossen. Teil von Ergo sind unter anderem der Krankenversicherer DKV, der Direktversicherer Ergo Direkt (ehemals KarstadtQuelle Versicherungen), der Rechtsschutzversicherer D.A.S., der Reiseversicherer ERV und die aus Hamburg-Mannheimer und Victoria entstandene Ergo Leben.

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