Pakete ab 2019 ins Weltall

Autor: Ralf Schmitt
Datum: 30.06.2017

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Kooperation von DHL Deutsche Post und Astrobotic

Ab 2019 kann jedermann ausgesuchte Erinnerungsstücke auf den Mond schicken. DHL hat eine Moonbox entwickelt, die in Zusammenarbeit mit dem US-Unternehmen Astrobotic Pakete auf den Mond schicken kann. Dort wird der Gegenstand für spätere Generationen verewigt. Günstig ist es jedoch nicht. Der Interessent kann zwischen verschiedenen Kapsel-Größen auswählen. Die kleinste Kapsel misst 1,27 Zentimeter Länge, 0,32 Zentimeter Breite und 2,54 Zentimeter Höhe. Die Kosten betragen 460 Dollar. Bei einem Kilo kostet das Andenken sogar 1,2 Millionen Dollar.

Anhand eines Fotos und eines Zertifikats wird festgehalten, dass das Paket an Bord eines Mondlandefahrzeugs gelangt ist. Alle Gegenstände können auf den Mond geschickt werden, bis auf elektronische oder Gegenstände die Flüssigkeiten enthalten oder explodieren können.

„Unser Hauptziel ist es, den Mond für jedermann zugänglich zu machen“, erläutert Dan Hendrickson, bei Astrobotic Vizepräsident für Geschäftsentwicklung. Nicht nur Privatkunden sollen die Moonbox nutzen können, sondern auch Wissenschaftler und Unternehmer. Im Jahre 2007 wurde Astrobotic im Rahmen der Ausgründung der Carnegie-Mellon-Universität in Pittsburgh etabliert. Astrobotic hat außerdem eine Landfähre „Pelegrine“ entwickelt, die Pakete zum Mond bringen kann. „Mit dem Kilopreis sind wir konkurrenzlos günstig“, sagt Hendrickson. Früher betrugen die Kosten für einen Kilogramm noch 300 Millionen Dollar. Wegen den kommerziellen Interessenten wird es für den einzelnen nun billiger.

Die Post ist für die Logistik zuständig. Sie verlud bereits die Landfähre aus Pittsburgh über Paris in den Bonner Post-Tower. „Seit vielen Jahren nehmen wir Vorreiter bei Innovationen in unserer Branche“, so Arjan Sissing, Senior Vice President für Global Brand Marketing. Die Post bekommt durch die Partnerschaft die Möglichkeit, einen erheblichen Beitrag zur Entwicklung der Weltraumlogistik beizutragen. Neben Airbus Defense and Space, die bei der Konstruktion mitarbeiten, nimmt auch die US-Raumfahrtbehörde Nasa mit dem Raketentransport teil. Bereits 2019 ist der erste Flug geplant.

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R.Schmitt