Scania investiert in Berliner Startup

Autor: Mario Schmidtgen
Datum: 14.07.2017

Sennder verbindet Händler und Transportunternehmen über Softwareplattform

Der schwedische Lkw-Hersteller Scania steigt mit einem Millionen-Betrag beim Logistik-Startup Sennder ein. Sennder organisiert Transporte über eine Plattform.

Nachdem gerade erst bekannt wurde, das BMW bei der Werkstatt-Plattform Caroobi einsteigt und Daimler sich an dem Transport-Startup CleverShuttle beteiligt, verkündet nun auch Scania sein Investment in Sennder. Über seinen Investment-Arm Scania Growth Capital steckt das Unternehmen eine siebenstellige Summe in das Startup.

Sennder verbindet Händler und Transportunternehmen über eine Softwareplattform. „In einem Markt, in dem noch viel mit Fax und Telefon geregelt wird, können wir durch unsere Plattform den Ablauf vereinfachen“, sagt Sennder-Gründer David Nothacker gegenüber Gründerszene. Das Startup arbeitet mit 50 kleineren Unternehmen zusammen und wickelt über diese die Transporte ab.

„Wir schneiden mehrere Mittelmänner aus dem Markt raus.“ Dadurch ergeben sich zwei Vorteile: Geringere Kosten für die Auftraggeber und etwas mehr Gehalt für die LKW-Fahrer. Nach eigenen Angaben zählt Sennder vor allem große E-Commerce-Unternehmen zu seinen Kunden. Von Dezember bis heute habe das seinen Umsatz verzehnfacht.

In den vergangenen Monaten kamen immer mehr Konkurrenten in dem Segment auf. „Im Gegensatz zur Konkurrenz konzentrieren wir uns auf volle Lkw-Ladungen“, sagt Notacker. So konzentriere sich das Rocket-Unternehmen Instafreight eher auf kleinere Ladungen und das Startup Frachtraum würde sich eher um die ganz großen Lkws kümmern. „In Zeiten von schneller, flexibler Lieferungen – wie bei Prime Now – gehen wir davon aus, dass die Nachfrage nach den Frachtrouten, die wir anbieten, zunehmen wird“, sagt der Gründer.

Bislang beschäftigt Sennder 16 Mitarbeiter, will mit den Geldern von Scania nun aber weiter wachsen.

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