Sichereres Einkaufen dank künstlicher Intelligenz

Autor: Osman Cetinkaya
Datum: 05.12.2016

Tool „Decision Intelligence“ soll Betrüger bei Zahlungen entlarven

Der Handel steht vor der Herausforderung einerseits sowohl für Käufer, als auch für Verkäufer immer komfortabler werden zu müssen, andererseits steht bei der Bezahlung der Waren neben der Einfachheit auch der Sicherheitsaspekt im Vordergrund, was vor allem Payment-Anbieter betrifft. MasterCard versucht nun diesem Spagat mittels künstlicher Intelligenz zu begegnen. Das neue Tool namens „Decision Intelligence“ soll die Bevollmächtigung und das Erkennen von Betrügern bei Zahlungsvorgängen erleichtern.

Dabei sollen durch den Einsatz künstlicher Intelligenz die Zahlungsvorgänge hinsichtlich ihrer Richtigkeit geprüft werden, was synchron auch die Anzahl der unrechtmäßig abgelehnten Transaktionen senken soll. „Wir schätzen, dass der Wert von falschen Ablehnungen allein in den USA mehr als dreizehnmal so hoch ausfällt, wie der Verlust durch effektiven Kartenbetrug“, erklärt Al Pascual, Senior Vice President von Javelin Strategy & Research. „Maschinelles Lernen für die Entscheidungsprozesse einzusetzen ist ein neuartiger Ansatz, um ein positives Kundenerlebnis zu garantieren und gleichzeitig betrügerische Aktivitäten zu minimieren.“ Bislang werden bei den meisten Zahlungsvorgängen Bewertungen des Risikos errechnet, mit deren Hilfe abgeschätzt werden kann, ob eine Bevollmächtigung der Zahlung erfolgen soll. Derartige Berechnungen fußen meistens auf vorher programmierten Normen. MasterCards „Decision Intelligence“ soll nun die Analyse und Auswertung einer Zahlung weitaus ausführlicher vornehmen. Durch jede neue Transaktion und deren Kontrolle erwirbt das Programm neue Kenntnisse und kann diese bei zukünftigen Zahlungsvorgängen gebrauchen.

„Durch die Nutzung künstlicher Intelligenz helfen wir Kartenherausgebern und Händlern, die Autorisierungsentscheidungen, und damit auch das Einkaufserlebnis der Konsumenten, zu verbessern. Damit verhindern wir das ärgerliche Erlebnis, wenn Kunden fälschlicherweise ein Einkauf verweigert wird“, meint Ajay Bhalla, President of Enterprise Risk and Security bei Mastercard. Modernste Algorithmen sollen in Zukunft die Voraussetzungen für eine weitsichtige Einschätzung schaffen. Mittels ständig neu erzeugter Daten, die zur Betrugsprävention erhoben werden, kann MasterCards künstliche Intelligenz immer besser taxieren, ob ein Zahlungsvorgang rechtens oder betrügerisch vonstattengeht.

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O.Cetinkaya