Telekom auf der Hannover Messe 2017

Autor: Sebastian Thelen
Datum: 19.04.2017

Starker Digitalisierungspartner für Industrie und Mittelstand stellt neue Technologien vor

Am 24. April ist auch die Telekom auf der diesjährigen Hannover Messe als starker Digitalisierungspartner für Industrie und Mittelstand vertreten. Präsentiert werden Anwendungen und Kundenbeispiele für das Internet der Dinge und Industrie-4.0- Szenarien. Besonders die Themen wie Advanced Connectivity, Security, Industrial Cloud, Predicitve Maintenance, Supply Chain und Smart Factory stehen dieses Jahr im Vordergrund der Telekom.

An die Konnektivität werden durch die digitalisierten Produktionsabläufe besonders neue Anforderungen gestellt. Die Deutsche Telekom führt, mit Hilfe eines Roboters an einem Messestand vor, wie durch den neuen Kommunikationsstandard 5G Reaktionszeiten von unter einer Millisekunde für Befehle und Datenübertragung erreicht werden. So kann eine synchrone Robotersteuerung in Echtzeit ermöglicht werden. Eine weitere neue Netztechnologie ist das so genannte Narrowband Internet of Things (NB-IoT). Durch das Narrowband Internet of Things wird das Internet der Dinge massentauglich. Die verwendeten Funkmodule stellen Zustandsinformationen von Maschinen oder Waren energieeffizient, kostengünstig und sicher zur Verfügung. Einsetzen kann man die neue Funklösung dann zum Beispiel bei Stromzählern in tiefen Kellergebäuden oder Müllcontainern.

Dadurch, dass die Industrienetzwerke in Zukunft immer mehr miteinander verbunden sein werden, wächst das Risiko an Hackerangriffen. Daher hat die Absicherung von Systemen und Strukturen höchste Priorität. Somit werden auf der Hannover Messe auch Produkte für den gesicherten Betrieb, für Geräteschutz und Netzsicherheit von der Telekom vorgestellt. Die Akzeptanz und der Erfolg der zunehmenden Digitalisierung hängen immer mehr von kontinuierlichen Schwachstellen-Analysen, integrierten Firewalls und dem Schutz industrieller Netzwerke ab. Mit Hilfe eines „Kraftwerkmodells“ werden auf der Messe realistische Attacken aus der Perspektive der Angreifer, der Angegriffenen und der Verteidiger vorgeführt.

Die Cloud ist die Basistechnologie für das IoT und der Industrie 4.0. Auch ein Konstrukteursarbeitsplatz, für den Rechenressourcen einfach aus der Open Telekom Cloud bereitgestellt werden, wird vorgestellt. Dadurch wird das Product Lifecycle Management flexibilisiert und die Entwicklung von CAD(Computer-aided design)-Konstruktionen erleichtert. In Partnerschaft mit Salesforce werden weitere Cloud-Angebote wie Integration, Beratung, App-Entwicklung und Betrieb von Cloud-Services vorgestellt.

Um Störungen in hochsensiblen Vorgängen wie Produktionsprozessen, Logistikketten und Versandwegen zu vermeiden, gewinnen Punkte wie vorausschauende Wartung (Predictive Maintenance), die Verringerung von Ausfallzeiten sowie die Nachverfolgbarkeit von Gütern, an immer größerer Bedeutung. Auch wird erwartet über den Zustand von Maschinen und Geräten, immer genauestens informiert zu sein. Viele Anwendungsbeispiele aus der Praxis zeigen die Vorteile des IoT auf: Ausgestattet mit Sensoren lassen sich bei Industrierobotern von Kawasaki die Bewegungsgeschwindigkeit und der Stromverbrauch messen. Die Werte werden in die Cloud der Dinge übertragen und ein Roboterspezialist kann mit Hilfe von Fernüberwachung die Produktivität der Roboter erhöhen. Messgeräte-Koffer des technischen Außendienstes werden durch den Kompressoren-Spezialist Kaeser mit Sensoren ausgestattet, um über die Internet-der-Dinge-Plattform immer über den Zustand der Koffer informiert zu sein. Die zunehmende Digitalisierung ist auch für mehr Transparenz in den Lieferketten verantwortlich. Zu dem Thema werden erprobte Telematik-Portale und neue Lösungen von Start-ups wie Roambee präsentiert, um den Warenfluss mit Echtzeitdaten zu optimieren.

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S.Thelen