Telekom kooperiert mit IoT-Startup

Autor: Sebastian Thelen
Datum: 17.01.2017

Cloud soll Waren und Anlagen überwachen

Die Großkundensparte T-Systems der Deutschen Telekom investiert in das amerikanische Internet-of-Things Start-up Roambee und offeriert zukünftig eine Cloud-Lösung, bei der die Sendung von Waren nachverfolgt und der Status von Gütern und Anlagen überwacht werden kann. Diese neue Dienstleistung soll weltweit erhältlich sein. Hierfür liefert Roambee seine cloud-unterstützte SaaS-Anwendung für Berichte in Echtzeit und zukunftsorientierte Analysen. Auch die Hardware hierfür, die sogenannten „Bees“, bei denen es sich um portable, funkunterstützte Sensorgeräte handelt, stammen von den Amerikanern. T-Systems dagegen möchte das Produkt seinen Klienten über die eigene Cloud gemäß deutscher Datenschutzrichtlinien anbieten.

Des Weiteren investiert Deutsche Telekom Strategic Investments, eine Beteiligungsgesellschaft der Telekom, in Roambee und tätigte neulich eine Serie-B-Finanzierungsrunde in Höhe von 3,1 Millionen US-Dollar.

Ziel des Systems soll die smarte Überwachung von Industrieanlagen sein, welche eine hohe Sicherheit und Korrektheit bei der Anfertigung von Berichten und bei der Einhaltung regulativer Vorgaben bedarf. Gemäß des Herstellers vereinfacht dies die Verbesserung des Risk-Managements, bei gleichzeitiger Steigerung der Effizienz beim Umwandeln der Daten in messbare Werte. Anwender erhalten fest definierte „Ereignis“-Alarme und –Berichte, Analysen und nutzbare Datenauswertungen, welche hohen Datensicherheitsstandards genügen.

„Roambees Lösung ist schnell implementierbar und skalierbar, wodurch sie unser IoT-Partner-Ökosystem gut ergänzt. Zusammen mit unserer globalen Cloud-Infrastruktur und unserem Know-how im Bereich Systemintegration bieten wir weltweit ein Paket für IoT und Smart Logistics an“, sagt Anette Bronder, Geschäftsführerin Digital Division von T-Systems.

Das Konzept beinhaltet portable, funkunterstützte Sensorgeräte sowie eine cloud-unterstützte Software-Plattform. Die „Bees“ und die Software nehmen das immense Datenvolumen aus ERP-Systemen, Sensordaten und externen Datenmengen auf. So können sie zukunftsorientierte Analysen aufgrund maschinellen Lernens liefern und dadurch die Effizienz erhöhen, die Bindung an den Kunden stärken, Risiken eindämmen und eine merkliche Rendite erreichen. Das Konzept soll sich für mehrere Branchen anwendbar sein.

Beispielsweise bei der Beförderung sensibler Arzneimittel-Erzeugnisse liefert Roambee stets den Standort, die Temperatur und den Zustand der Lieferung. Als zusätzliche Option können Firmen Alarme in Echtzeit festlegen, sollten bestimmte Daten vom Richtwert differieren. Auch Gegenmaßnahmen, wie die Temperatur zu erhöhen oder zu senken, lassen sich automatisch einleiten.

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