Ziele für CO2-Reduktion immer strenger

Autor: Marcus Schilling
Datum: 11.10.2018

Besonders deutsche Hersteller stehen in der Kritik

Die europäischen Umweltminister wollen die CO2-Ziele der Autohersteller noch weiter verschärfen. Um ganze 35 Prozent soll der Kohlendioxid-Ausstoß bis 2030 gesenkt werden. Eine große Herausforderung steht den Herstellern bevor. Pro Gramm, dass im Flottenschnitt eingespart werden soll, müssen die Hersteller etwa 100 Millionen Euro in die Forschung und Entwicklung investieren.

Durch den starken Anstieg an SUV-Käufen und die zurückgehenden Dieselkäufe, ist der Flottenschnitt in den vergangenen Jahren sogar noch in die Höhe gegangen. Für viele Hersteller ist es sogar schwer, das für 2021 angepeilte Ziel von 95-Gramm zu erreichen. Werden die EU-Flottenziele tatsächlich bis 2030 so beschlossen, wie es aktuell aussieht, dann haben die Hersteller noch einiges an Arbeit vor sich. Mit den überarbeiteten Verbrennungsmotoren sind CO2-Ziele, die unter 70 Gramm liegen, aktuell nicht zu erreichen.

Jedoch gilt das aktuelle Ziel von 95 Gramm nicht für jeden Autoproduzenten. Die Zielwerte sind abhängig von dem Gewicht des jeweiligen Fahrzeuges. Die schweren Limousinen von Volvo müssen demnach nur auf einen Wert von 103,5 Gramm kommen. Fiat hingegen verkauft viele Kleinwagen und muss daher den Grenzwert von 91,1 Gramm einhalten.

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