25 Milliarden Euro Vergleich für VW

Autor: Duran Sarikaya
Datum: 11.07.2018

Umfassendes Entschädigungsprogramm für US-Kunden

Im Rahmen des Abgas-Skandales hat ein Berufungsgericht in den USA einen milliardenschweren Vergleich zwischen dem Volkswagen-Konzern und den geschädigten Kunden aus den USA angeordnet. Dabei muss VW mehr als im europäischen Heimatmarkt bezahlen. Bisher sind bereits über 25 Milliarden Euro geflossen.

Im Detail handelt es sich um ein Entschädigungsprogramm in Höhe von bis zu zehn Milliarden Dollar. Diese soll VW insbesondere für Rückkäufe und Reparaturen von rund 500.000 Dieselfahrzeugen mit Manipulations-Software zahlen. Viele Kläger der Sammelklage waren damit jedoch nicht zufrieden und gingen in Berufung.

Das Gericht lehnte diesen Auftrag jedoch ab, da der Vergleich „fair und angemessen“ sei. Außerdem sagte das Gericht, dass die Geschädigten höhere Entschädigungen erhielten, als sie erwarten können.

Im Zusammenhang mit dem Entschädigungspaket können US-Kunden auswählen, ob sie ihre Fahrzeuge an den Konzern zurückverkaufen, ihre Leasing-Verträge beenden oder die Betrugssoftware aus den Autos entfernen lassen möchten.

Bei dem ersten Vergleich vor rund zwei Jahren stimmte VW einem Vergleich von 14,7 Milliarden Dollar zu. Mit dem Geld konnten viele Sammelklagen eingestellt werden. Die Kosten für VW der Abgasaffäre stiegen jedoch erheblich weiter. Bisher musste der Konzern insgesamt mehr als 25 Milliarden Euro Rechtskosten für Entschädigungen und Strafen zahlen.

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