Apple senkt Umsatzprognose für Weihnachtsgeschäft

Autor: Mario Schmidtgen
Datum: 04.01.2019

Nicht so viele iPhones verkauft wie erwartet

Apple musste seine Umsatzprognose für das Weihnachtsgeschäft nach unten korrigieren. Für die letzten drei Monate wurde die Vorhersage auf 84 Milliarden US-Dollar reduziert, obwohl zuvor 89 bis 93 Milliarden kalkuliert wurden.

Grund dafür sei das schwankende iPhone-Geschäft in China, so Konzernchef Tim Cook. Apple habe nicht mit der allgemeinen wirtschaftlichen Abschwächung in dem Land und mit ihren Folgen gerechnet. Der Handelskonflikt zwischen den USA und China habe ebenfalls dazu beigetragen.

Jedoch auch in anderen Märkten war das iPhone nicht so erfolgreich wie erwartet: Es seien nicht so viele Nutzer wie gedacht auf das neue iPhone umgestiegen, informierte Apple, ohne Nennung der betroffenen Länder.

Das Quartal rund um Weihnachten ist grundsätzlich die wichtigste Geschäftszeit für Apple. Zuvor wurden in diesem Zeitraum mehrfach Rekorde erzielt. 2017 wurde ein Quartalsumsatz von 88,3 Milliarden US-Dollar und 20 Milliarden US-Dollar Gewinn erreicht. In China wurde zu der Zeit rund ein Fünftel des Geschäfts eingenommen.

Laut Analyst Walt Piecyk der Finanzfirma BTIG habe Apple im diesjährigen Weihnachtsgeschäft rund 64 Millionen iPhones verkauft, 18 Prozent weniger als im Vorjahr. Im laufenden Quartal schätzt Piecyk eine Anzahl von 42,5 Millionen verkauften iPhones, 19 Prozent weniger verglichen zum letzten Jahr.

Nachdem Apple die Umsatzprognose nach unten korrigierte, sank die Aktie des Konzerns im nachbörslichen Handel über sieben Prozent. Auch die Papiere der asiatischen Zulieferer stiegen ab. Am 29. Januar 2019 werde Apple genaue Zahlen zu dem vergangenen Weihnachtsquartal bekanntgeben.

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