Stimmung verschlechtert sich im Mittelstand

Autor: Thomas Wandler
Datum: 14.06.2023

KfW-ifo-Mittelstandsbarometer

Im Mai 2023 hat sich die Stimmung im Mittelstand nach sechs Anstiegen in Folge wieder verschlechtert. Wie der KfW-ifo-Mittelstandsbarometer zeigt, kam es im Mai zu einem Rückgang des Index um 3,3 Zähler auf -6,3 Saldenpunkte. Laut KfW Research seien die Hauptursache des Rückgangs die verschlechterten Geschäftserwartungen.

Die Geschäftserwartungen gingen im Mai deutlich um 6,1 Zähler auf -14,0 Saldenpunkte zurück. Allerdings befinden sich die Geschäftslageurteile mit 2,0 Saldenpunkten auf einem durchschnittlichen Niveau.
KfW Research geht davon aus, dass die Konjunktur im Mittelstand stagnieren werde.

Pessimistischere Erwartungen

Das Geschäftsklima hat sich im Verarbeitenden Gewerbe mit einem Rückgang um 5,4 Zähler sowie im Einzel- und Großhandel mit einem deutlichen Rückgang um 9,5 und 10,3 Zähler merklich verschlechtert.

Dagegen gibt es leichte positive Entwicklungen im Bauhauptgewerbe mit einem Plus von 0,5 Zähler sowie bei den Dienstleistungsunternehmen mit einem Anstieg um 0,3 Zähler.

Im Verarbeitenden Gewerbe und Dienstleistungsbereich waren die Einschätzungen zur aktuellen Lage und die Erwartungen pessimistischer. Im Gegensatz dazu berichten die Dienstleistungsunternehmen von einer überdurchschnittlich guten Geschäftslage. Jedoch haben die Dienstleister auch verschlechterte Aussichten.

Schlechteres Geschäftsklima bei Großunternehmen

Die Großunternehmen verzeichnen im Mai einen noch stärkeren Rückgang des Geschäftsklimas um 6 Zähler auf -16,4 Saldenpunkte als die kleinen und mittleren Unternehmen (KMU). Dies sei vor allem auf eine erheblich schlechtere Lagebeurteilung von -10,9 Saldenpunkten zurückzuführen.

Insbesondere im Handels- und Dienstleistungssektor waren die Großunternehmen deutlich schlechter gestimmt als die KMU.