Prognose für Konjunktur nach unten korrigiert

Autor: Mario Schmidtgen
Datum: 14.03.2019

Schwächeres Wachstum als vorhergesagt

Die Ökonomen am Essener RWI-Leipzig-Institut für Wirtschaftsforschung haben ihre Prognose für die deutsche Wirtschaft 2019 nach unten korrigiert. Das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts wurde zuvor auf 1,4 Prozent geschätzt. Nun werden nur noch 0,9 Prozent erwartet.

Auch die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hat die Wachstumsprognose für 2019 von 1,6 auf 0,7 Prozent reduziert. Die Bundesregierung schätzt die Höhe des Anstiegs auf einen Prozent.

Eine Rezession ist laut dem RWI eher unwahrscheinlich: „Die deutsche Wirtschaft entwickelt sich derzeit zwar nicht allzu dynamisch, es deutet jedoch nichts auf eine Rezession hin“, so der Chefökonom des Essener Instituts, Roland Döhrn.

Ebenfalls wurde die Prognose für das Jahr 2020 angepasst. Statt 1,6 Prozent werden nur noch 1,5 Prozent Wachstum erwartet. Die höhere Wachstumsrate ist auf deutlich mehr Arbeitstage als in 2019 zurückzuführen.

Jedoch wird die Arbeitslosenrate in Deutschland laut dem RWI weiter sinken. Im Jahr 2018 lag die Quote noch bei 5,2 Prozent. Im laufenden Jahr soll sie auf 4,8 Prozent schrumpfen. Im Jahr 2020 soll der Wert auf 4,6 Prozent zurückgehen.

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