Trends im Supply Chain Management

Autor: Thomas Wandler
Datum. 29.07.2020

Studie der BVL

Die Bundesvereinigung Logistik e. V. (BVL) hat die neue Ausgabe der Studie „Trends und Strategien in Logistik und Supply Chain Management“ veröffentlicht. Ihr Themenschwerpunkt liegt auf der digitalen Transformation, den Data Analytics und der Nachhaltigkeit. Die Studie hat die Transformation in den Bereichen Logistik und Supply Chain im Blick, bei der sowohl die Wertschöpfung als auch das Geschäftsmodell angepasst werden.

Die Bundesvereinigung Logistik e. V. (BVL) hat die neue Ausgabe der Studie „Trends und Strategien in Logistik und Supply Chain Management“ veröffentlicht. Ihr Themenschwerpunkt liegt auf der digitalen Transformation, den Data Analytics und der Nachhaltigkeit. Die Studie hat die Transformation in den Bereichen Logistik und Supply Chain im Blick, bei der sowohl die Wertschöpfung als auch das Geschäftsmodell angepasst werden.

Damit möchte die BVL den Akteuren des Wirtschaftsbereiches Logistik einen Wegweiser bieten. Dieser soll besonders in den unübersichtlichen Zeiten der Corona-Krise nützlich sein.

Top-Trends

Als aktuelle Top-Trends werden von der BVL die Digitalisierung der Geschäftsprozesse, die Transparenz in der Wertschöpfungskette und der Kostendruck genannt. Ebenfalls unter den Top-Ten findet sich der Trend der Nachhaltigkeit. Von den befragten Unternehmen schätzen mehr als 50 Prozent ihre entsprechende Anpassungsfähigkeit als hoch ein.

Allerdings ist die konkrete Umsetzung passender Projekte in den Unternehmen offenbar noch nicht sehr weit fortgeschritten. So schreibt die BVL zur Digitalisierung: „Bei der Betrachtung des Status der Digitalisierung in den Unternehmen fällt auf, dass der Stand der Umsetzung relativ niedrig ist, trotz der hohen Relevanz, welche die Befragten diesem Trend einräumen.“ Die Studie zeigt, dass 38 Prozent der Unternehmen kein digitales Service-Angebot haben. Außerdem haben mehr als 50 Prozent der Firmen keinen Geschäftszweig für digitale Dienstleistungen und Güter. Ebenfalls mehr als die Hälfte der Befragten haben kein digitales Geschäftsmodell.

Eine vertiefende Untersuchung wurde zur Nachhaltigkeit durchgeführt, an der sich Logistiker zu einem Drittel aus Handel, Industrie und Logistikdienstleistungen beteiligten. Sie kommt zu dem Ergebnis, dass die größte Verantwortung für Nachhaltigkeit bei der Politik (82 Prozent) und den Endkunden (76 Prozent) gesehen wird. Allerdings schreiben die Befragten auch den Logistikdienstleistern eine hohe Verantwortung zu.

Höhere Bewertung der Chancen

Fast alle Logistiker sehen in der Digitalisierung große Chancen, aber auch einige Risiken. Im Vergleich zur Vorgängerstudie des Jahres 2016 werden die Chancen etwas höher und die Risiken ein wenig geringer bewertet. So erhofft man sich durch die Digitalisierung Kostensenkungen und Erlössteigerungen. Gleichzeitig wird von einer Zunahme der Anforderungen an die Innovationsfähigkeit ausgegangen.

Prof. Wolfgang Kersten, tätig Institut für Logistik und Unternehmensführung an der TU Hamburg und an der Entwicklung der Studie beteiligt, sagt zusammenfassend: „Die Studienergebnisse weisen unter anderem auf einen gewissen Handlungsdruck hin, beispielsweise bei der digitalen Transformation der Geschäftsmodelle – die Umsetzung ist nicht so weit vorangeschritten, wie wir erwartet hätten“