Dieselaffäre: Fiat Chrysler einigt sich mit US-Behörden

Autor: Marcus Schilling
Datum: 11.01.2019

Zahlung einer Millionen-Geldstrafe

Der Autobauer Fiat Chrysler hat sich offenbar im Rahmen der Dieselaffäre mit den US-Behörden geeinigt. Dem italienisch-amerikanischen Autobauer wurde eine Geldstrafe von mehreren hundert Millionen Dollar auferlegt. Dies berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg auf Berufung eines Insiders. Die Nachrichtenagentur AP gab zuvor bekannt, dass Fiat Chrysler über 660 Millionen Dollar zahlen solle. Rund 280 Millionen Dollar werden zur Entschädigung der Käufer der betroffenen Dieselfahrzeuge genutzt.

Mit diesem Urteil liegt die Strafe des Konzerns deutlich unter der des Rivalen Volkswagen. Dieser musste in den USA bisher alleine zwanzig Milliarden Dollar Strafe und Schadenersatz zahlen.

Fiat Chrysler wurde von den USA vorgeworfen, die Abgas-Grenzwerte von rund 104.000 Dieselfahrzeugen mit einer speziellen Software manipuliert zu haben. Davon seien die Modelle Jeep Cherokee und Ram 1500 betroffen. Das Unternehmen stritt ab, dass es sich um ein absichtliches Fehlverhalten halte.

In dem Vergleich, der nun zwischen den US-Behörden und dem Autobauer getroffen sein worden soll, gab es kein Schuldeingeständnis. Jedoch habe Fiat Chrysler bereits mit hohen Zahlungen für das Ende des Dieselstreits an die USA gerechnet. Dafür habe der Konzern über 800 Millionen Dollar zurückgestellt.

Zu den Informationen der beiden Nachrichtenagenturen gaben weder die Regierung noch der Konzern eine Stellungnahme.

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