Gerresheimer mit Wachstumschancen

Autor: Mario Schmidtgen
Datum: 05.08.2020

Verpackungshersteller profitiert von Medikamentennachfrage

Die Gerresheimer AG mit Sitz in Düsseldorf konnte im zweiten Quartal 2020 profitabel wachsen. Dem Verpackungshersteller half die hohe Nachfrage nach Medikamenten in Zeiten der Coronavirus-Pandemie.

Der Umsatz im zweiten Quartal stieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 4,6 Prozent auf 363 Millionen Euro. Das bereinigte operative Ergebnis (EBITDA) wuchs organisch um 6,9 Prozent auf 84 Millionen Euro.

Die Entwicklung der letzten Monate kommentierte Dietmar Siemssen, Vorstandsvorsitzender der Gerresheimer AG, wie folgt: „Als Schlüssellieferant für Pharma und Healthcare tragen wir eine große Verantwortung für die Versorgung der Patienten mit Medikamenten weltweit. Das haben wir sichergestellt, wir waren in den letzten Monaten jederzeit lieferfähig.“

Prognose

Nach Bekanntgabe der guten Quartalszahlen bestätigte Gerresheimer seine Jahresziele. So wird ein Umsatzwachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich erwartet. Außerdem soll eine bereinigte EBITDA-Marge von 21 Prozent erreicht werden. Im Geschäftsjahr 2019 wurde ein Umsatz von rund 1,39 Milliarden Euro erwirtschaftet. Die bereinigte EBITDA-Marge lag bei 28,7 Prozent.

In diesem Jahr will Gerresheimer 12 Prozent seiner Umsatzerlöse investieren. Chancen für das Geschäft sieht das Unternehmen durch mögliche Impfkampagnen. Dadurch erwartet der Verpackungsspezialist, mehr Injektionsfläschchen aus Spezialglas abzusetzen.
Dazu erklärte Dietmar Siemssen: „Jetzt eröffnen sich neue Wachstumschancen für uns im Pharmageschäft. Für die hohe Nachfrage nach Injektionsfläschchen für die bevorstehenden Impfkampagnen sind wir vorbereitet und erweitern unsere Kapazitäten zusätzlich.“

Für die kommenden Jahre plant Gerresheimer ein jährliches organisches Umsatzwachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich. Außerdem wird mittelfristig eine bereinigte EBITDA-Marge von 23 Prozent angestrebt. Das jährliche Investitionsvolumen soll zwischen 8 und 10 Prozent der Umsatzerlöse liegen.

Die Unternehmensstrategie fasst der Vorstandsvorsitzende zusammen: „Wir arbeiten kontinuierlich an der Umsetzung der Strategie für profitables und nachhaltiges Wachstum. Dafür investieren wir in Qualität, Kapazitäten, Digitalisierung, neue Märkte sowie smarte neue Produkte zur Verabreichung von Medikamenten.“