Hoher Gewinn bei Thyssenkrupp dank Stahlsparte

Autor: Osman Cetinkaya
Datum: 16.05.2018

Fusion mit Konkurrenten Tata Steel in der Planung

Thyssenkrupp kann dank eines Gewinnsprungs der Stahlsparte seine Pläne zum Bündnis mit dem Konkurrenten Tata Steel konkretisieren. Bis Ende Juni sollen nun die Gremien über die geplante Fusion entscheiden.

Im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2017/18 konnte Thyssenkrupp seinen operativen Gewinn um 21 Prozent auf 500 Millionen Euro steigern. In der Stahlsparte wuchs der Gewinn über 50 Prozent auf 198 Millionen Euro.

Die Prognose wird durch Heinrich Hiesinger, Vorstandschef bei Thyssenkrupp, bekräftigt, der einen Gewinnanstieg von 1,8 auf 2,0 Milliarden Euro prognostiziert. Aktuelle verfügt der Konzern bereits über 944 Millionen Euro.

Für das aktuelle Quartal arbeitet Thyssenkrupp auf einen Wert in Höhe von 519 Millionen Euro zu. „Mit dem 1. Halbjahr sind wir insgesamt zufrieden und damit auf einem sehr guten Weg, unsere Jahresziele zu erreichen“, sagte Hiesinger.

„Gleichzeitig arbeiten wir konsequent an unseren Programmen zur weiteren Steigerung der Leistungsfähigkeit.“
Bereits seit Jahren ist Hiesinger für den Umbau des Mischkonzerns verantwortlich. Gemeinsam mit Tata hat er es sich zum Ziel gesetzt, Europas zweitgrößter Stahlkonzern zu werden. Doch bis es soweit ist, ist noch einiges zu tun. Tata hat gegenüber dem niederländischen Werk Ijmuiden bereits einige Zugeständnisse gemacht. Unter anderem soll der Standort weiterhin Verfügungsgewalt über die erreichten Gewinne behalten. Der IG Metall passt das jedoch gar nicht.

Zwar stemmten die Stahl- und Aufzugsparte im zweiten Quartal den größten Teil des operativen Gewinns, das Ergebnis im Autoteil-Geschäft und im Wertstoffhandel hingegen schrumpfte enorm. Im Anlagenbau beliefen sich die Verluste auf 23 Millionen Euro.

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