Volkswagen will Werk für E-Autos bauen

Autor: Marcus Schilling
Datum: 30.11.2018

Standort soll in Nordamerika sein

Volkswagen möchte in den USA ein neues Werk bauen, um dort E-Fahrzeuge für den US-amerikanischen Markt zu produzieren. Die Suche nach einem konkreten Standort ist noch nicht abgeschlossen, jedoch soll sich der Autobauer auf Nordamerika fokussieren. Laut Nordamerika-Chef Scott Keogh sind die Gespräche zur Auswahl bereits im Gange. Das neue Elektro-Auto soll 2020 von Volkswagen vorgestellt werden und zu einem Kaufpreis von 30.000 bis 40.000 Dollar erhältlich sein.

Um den gesetzten Zeitrahmen einhalten zu können, soll das neue Fahrzeug anfangs außerhalb der USA produziert werden. Später soll die Fertigung an den neuen Standort in den USA verlegt werden. Eine Möglichkeit wäre das bestehende VW-Werk in Chattanooga im Bundesstaat Tennessee. Dort werden auch die Modelle Passat und SUV Atlas gefertigt.

VW möchte Tesla angreifen

Mit einem neuen Elektrowagen möchte VW US-Pionier in Sachen Elektromobilität Tesla Konkurrenz machen. Der neue Standort ist Teil der Investitionen in E-Fahrzeuge: Vor kurzem plante VW, bis 2023 rund 44 Milliarden Euro in die Elektromobilität, das autonome Fahren, Mobilitätsdienste und Digitalisierung fließen zu lassen. Dies sind zehn Milliarden Euro mehr, als ursprünglich bis 2022 eingeplant wurden. Vorstandschef Herbert Diess hat es sich zum Ziel gesetzt, Volkswagen zu einem führenden Anbieter von Elektroautos zu machen.

BMW sucht zweite Produktionsanlage

US-Präsident Donald Trump rückte die Autobranche zuletzt wieder verstärkt in den Fokus. Er kritisierte die harten Sparmaßnahmen des US-Herstellers General Motors und drohte erneut höhere Zölle auf Autoimporte in die USA an. Laut Medien wolle Trump in der nächsten Woche bereits Sonderzölle auf Autoimporte verhängen.

Ein weiterer deutscher Autobauer denkt über eine Produktion in den USA nach: Laut BMW-Chef Harald Krüger ziehe der Konzern eine zweite Produktionsanlage in den USA für Motoren und Getriebe in Betracht. „Wir sind in einer Lage, in der man über einen zweiten Standort nachdenken kann“, so Krüger. Diese soll auch als Absicherung gegen Währungsschwankungen dienen. BMW verfügt bereits über ein Montagewerk in South Carolina und wird im nächsten Jahr ein Werk in Mexiko in Betrieb nehmen.

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