VW-Betriebsrat stoppt osteuropäisches Werk

Autor: Marcus Schilling
Datum: 13.03.2019

Konflikt zwischen Vorstand und Betriebsrat

In der Führungsebene von VW kracht es: Anscheinend kam es zu Streitigkeiten zwischen Vorstand und Konzernbetriebsrat des Wolfsburger Autobauers. Grund dafür sind der von Vorstandschef Herbert Diess geplante Abbau von 7.000 weiteren Stellen und insbesondere der Bau einer neuen Fabrik in Osteuropa.

Diesen will der Betriebsrat wohl verhindern, wegen angeblichen Auslastungsproblemen in Deutschland. Solange die Belegschaft in Deutschland noch über Kapazitäten verfügt, werde kein grünes Licht für das neue VW-Werk gegeben. Laut NDR jedoch stehen die Arbeitnehmer dem Bau des Werkes, das in Rumänien, Bulgarien, Serbien oder in der Türkei entstehen soll, entgegen. Im Mai soll im Aufsichtsrat über das weitere Vorhaben abgestimmt werden. Jedoch werden für eine Mehrheit die Stimmen der Arbeitnehmerseite benötigt.

Betriebsratschef Osterloh erhebt Vorwürfe gegenüber dem Management in Wolfsburg, dass wichtige neue Modelle wegen Problemen bei der Entwicklung verschoben werden müssten. Dies berichtete Osterloh der Braunschweiger Zeitung. Die Umstellung auf das Abgas-Prüfverfahren WLTP hätte Volkswagen rund eine Milliarde Euro gekostet. Daher benötige es nach Osterloh personelle Konsequenzen.

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