C&A entwickelte neues Store-Konzept und wandelt zu einem Omnichannel-Anbieter

Autor: Dimitri Lagun
Datum: 13.07.2017

Derzeitige Logistik und Distributionszentren können Anforderungen nicht erfüllen

Das Bekleidungsunternehmen C&A stellte im Februar diesen Jahres seine Unternehmensstrategie bis 2021 vor: Dabei ging es vor allem darum, das Einzelhandelsgeschäft zu einem Omnichannel-Anbieter umzuwandeln und zu modernisieren. Gleichzeitig wurde C&A umstrukturiert und auch Mitarbeiter entlassen, um effizienter zu werden und Kosten zu senken. C&A entwickelte ein neues Store-Konzept und startet mit 23 Filialeröffnungen in Österreich und anderen europäischen Kernmärkten. Nun sollen auch weitere Bereiche des Unternehmens neu positioniert werden. Das Unternehmen wird innerhalb der nächsten zwei Jahre seine IT-Infrastruktur und Logistik und Mittel- und Osteuropa modernisieren.

Das Hauptthema ist der Bau eines neuen Logistikzentrums. Ab Frühling 2019 soll ein zentrales Logistik- und Distributionszentrum in der slowakischen Stadt Trnava geben, das alle Filialen in den 9 Ländern der Unternehmensregion Zentral- und Osteruopa (CEE) von C&A, darunter auch Österreich, beliefert. Bevor dies geschieht, müssen Neukonzeptionen der Bereiche IT und Logistik durchgesetzt werden, die es C&A ermöglichen, zu einem führenden Omnichannel-Retailer zu werden.

„Wir stellen bis 2019 die Themen Logistik, IT und Warendistribution in unseren 9 CEE-Ländern (Österreich, Kroatien, Rumänien, Slowenien, Serbien, Tschechische Republik, Ungarn, Polen und die Slowakei) grundlegend neu auf. C&A entwickelt sich dabei hin zu einem der modernsten Omni-Channel Retailer der Textilbranche“, sagt Norbert W. Scheele, Director of Country C&A Austria & CEE.

Die derzeitigen Logistik und Distributionszentren können die Anforderungen an Größe und Infrastruktur nicht erfüllen. Diese sitzen ebenfalls in der Slowakei (Nové Mesto) und dem oberösterreichischen Enns. Bis zur Inbetriebnahme des neuen Zentrums, wird der Betrieb in Enns aufrechterhalten und dann erst geschlossen. Das betrifft 215 Mitarbeiter in Enns.

„Zukünftig werden wir mit klarem Fokus und noch größerer Flexibilität auf die Bedürfnisse unserer Kundinnen und Kunden eingehen und diese auch punktgenau erfüllen können. Damit stellen wir die notwendigen Weichen für eine wirtschaftlich erfolgreiche, wettbewerbsfähige Zukunft, in der unsere Kundinnen und Kunden einkaufen, bestellen, anprobieren und umtauschen können, wo, wann und wie sie gerade wollen. Ich freue mich sehr über diesen wichtigen und großen Schritt für unser Unternehmen“, so Scheele.

C&A betreibt knapp 2.000 Stores, davon rund 1.500 Läden in Europa, 479 in Deutschland und 130 in Österreich mit insgesamt 60.000 Mitarbeitern. In Österreich wurden 2017 bereits in Wien Meidling, Innsbruck und Dornbirn Filialen mit dem neuen Store Konzept eröffnet. Drei weitere werden im Herbst folgen.

„Ein zentraler Punkt im Einkaufserlebnis unserer Kundinnen und Kunden ist die Verfügbarkeit von Produkten in unseren Filialen. Die Erwartungshaltung geht dahin, dass ein Produkt stationär in kürzester Zeit verfügbar sein muss. Wir zentralisieren unsere Logistik und Distribution deshalb ab 2019 für die 9 Länder unseres CEE-Clusters am geografisch und hinsichtlich des Kriteriums Infrastruktur dafür am besten geeigneten Ort. Das ist die Stadt Trnava in der Slowakei“, so Willem Eelman, Chief Operations Transformation Officer bei C&A.

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