VDI ZRE Studie: Managementsysteme erleichtern Ressourceneffizienz

Autor: Ralf Windmüller
Datum: 01.03.2017

Überflüssige Kostentreiber lassen sich durch die detaillierte Erfassung und die Analyse interner Prozesse schneller identifizieren

Um die die Produktion ressourceneffizienter zu gestalten, können Managementsysteme den Betrieben helfen. Überflüssige Kostentreiber lassen sich durch die detaillierte Erfassung und die Analyse interner Prozesse schneller identifizieren. Rund 80 Prozent der an der Umfrage teilgenommenen Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes nutzen diese zertifizierten Managementsysteme. Das Qualitätsmanagement ist dabei mit 66 Prozent unter der häufigsten Verwendung. Mit nur etwa 25 – 30 Prozent sind auf dem zweiten Platz zertifizierte Umwelt- und Energiemanagementsysteme, da sie bisher weniger verbreitet sind. Diese und weitere Erkenntnisse liefert die neuste Studie des VDI Zentrums Ressourceneffizienz, die die Verbreitung von Managementsystemen im Mittelstand untersucht.

Im Vordergrund der Studie standen die Verbesserung der Prozesse, die damit einhergehende Kundenzufriedenheit und die eigene Position auf dem Markt. Die Erwartungen vor der Einführung eines Managementsystems, haben sich für den Großteil der Teilnehmer erfüllt. Gegen die Einführung eines Systems war als häufigster Grund, für besonders kleine Unternehmen die Belastung des Personals und die Furcht vor einer unnötigen Verkomplizierung der Arbeitsabläufe genannt worden.

Viele Unternehmen haben mit fehlenden Kapazitäten für eine Zertifizierung zu kämpfen, so dass 13 Prozent der kleinen Unternehmen auf nicht-zertifizierte Managementsysteme zurückgreifen. Werden Analyseinstrumente verwendet, so konzentrieren sich die Unternehmen dabei oft auf die einfache Erfassung von Verbrauchszahlen und deren Visualisierung. Nur selten werden die Materialströme oder Emissionen dabei konkret erfasst. Software, die das Management der natürlichen Ressourcen unterstützt, wird bisher eher in größeren mittelständischen Betrieben genutzt. Durch diese ERP-Systeme werden Abläufe in den Unternehmen optimiert und Zeit sowie Material können eingespart werden.

„Wir beobachten, dass viele Betriebe, nachdem sie sich detailliert mit ihren Materialströmen beschäftigt haben, umso motivierter sind, Effizienzmaßnahmen durchzuführen“, sagt Dr. Martin Vogt, Geschäftsführer des VDI ZRE. „Die systematische Erfassung und Auswertung der eigenen Daten ist dafür eine wichtige Grundlage. Meist gibt sie auch den Anstoß, den Ressourcenverbrauch im Betrieb zu senken.“

Durchgeführt wurde die Studie „Managementsysteme und das Management natürlicher Ressourcen“ von dem Marktforschungsinstitut prolytics market research. Dabei wurden Unternehmen aus fünf verschiedenen Branchen mit einer Größe von 20 bis 1000 Mitarbeiter befragt. Die Studie und ihre Ergebnisse können auf der Website des VDI ZRE unter www.ressource-deutschland.de/publikationen/studien eingesehen werden.

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R.Schmitt