Studie: „Supply Chain Management und Logistik 4.0“

Autor: Sebastian Thelen
Datum: 08.02.2017

Unternehmen über die Folgen der Digitalisierung und Automatisierung ihrer Wertschöpfungsketten

Laut der Studie „Supply Chain Management und Logistik 4.0“ von Hermes Germany spüren bereits 46 Prozent der deutschen Unternehmen die Folgen der Digitalisierung und Automatisierung ihrer Wertschöpfungsketten. 42 Prozent der großen befragten Firmen gaben allerdings an, dass an manchen Stellen ihrer Supply Chain noch keine Daten erfasst würden.

Bei Logistik 4.0 handelt es sich um eine vollständig integrierte, vernetzte und automatisierte Wertschöpfungskette mit dezentralen Entscheidungsstrukturen. Obwohl die Vorteile der Digitalisierung auf der Hand liegen, überwiegen in vielen Unternehmen noch die Zweifel aufgrund möglicher Risiken der Digitalisierung. Doch auch wenn vor allem größere Unternehmen Vorbilder bei der Einführung und Umsetzung der Digitalisierung sind, ist die gesamtheitlich betrachtete Wirtschaft in Deutschland noch einen Schritt zurück. Und das obwohl fast jedes vierte Unternehmen, das die ersten Anwendungen bereits eingeführt hat oder noch in der Planungsphase steckt, bisher von Logistik 4.0 profitierte.

Der Wunsch nach unternehmensübergreifender Zusammenarbeit ist groß. Fast zwei Drittel der Unternehmen ab 250 Mitarbeiter sehen in der Integration von Zulieferern und Kunden einen wichtigen Faktor. „Logistik 4.0 sorgt für Transparenz und erleichtert so die Zusammenarbeit entlang der Versorgungskette um ein Vielfaches“, sagt Jan Bierewirtz, Division Manager Business Development Supply Chain Solutions bei der Hermes Germany GmbH. „Von gemeinsamen Lösungen profitieren deshalb alle Beteiligten, nicht nur die großen Firmen.“

Das Zögern vieler Unternehmen beim Thema Logistik 4.0 hat verschiedene Ursachen. 48 Prozent haben Angst von einem Technologieanbieter anhängig zu sein und 47 Prozent befürchten Risiken wie geringere Datensicherheit und Industriespionage. 36 Prozent schrecken vor einer möglichen zu geringen Stabilität der netzbasierten Kommunikation zurück. Insgesamt zeigt das Ergebnis: Für die Mehrheit der Befragten sind die verschiedenen Risiken der Digitalisierung und Automatisierung von niedriger Bedeutung.

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