DB Cargo reduziert Mitarbeiterzahl

Autor: Ralf Windmüller
Datum: 16.02.2017

Unternehmensführung und Betriebsrat erzielen Einigung

Bis 2021 werden 1.935 Beschäftigte der DB Cargo ihren Arbeitgeber wechseln müssen. Dies ist Teil eines Plans zur Sanierung, auf den sich die Unternehmensleitung und der Betriebsrat nun verständigen konnten.

Der Konflikt zwischen dem Betriebsrat und der DB Cargo selbst, der über mehrere Monate dauerte, scheint final beendet zu sein: Laut Handelsblatt konnten sich die Konfliktparteien einigen, nachdem es vor wenigen Tagen noch zu Meinungsverschiedenheiten gekommen sein soll, da die Arbeitnehmervertreter einen Interessensausgleich zunächst nicht akzeptierten. Die Überarbeitung dieses Vorschlags habe nun doch noch zum Kompromiss beigetragen.

„Wir haben erreicht, dass im laufenden Jahr nicht mehr als die vorgegebenen 350 Stellen abgebaut werden können“, sagt der Vorsitzende des Betriebsrates Jörg Hensel. Bis 2021 sollen in toto 1.935 Arbeitsplätze gestrichen werden. Bisher war von 2.100 Stellen die Rede. Im letzten Jahr war sogar noch im Gespräch, dass eventuell mehr als 3.000 Beschäftigte DB Cargo verlassen müssten, was jedoch bereits im Juni jedoch verworfen wurde.

Die Bahn soll nach Angaben des Handelsblattes von „einer grundsätzlichen Einigung zwischen der Unternehmensleitung und dem Gesamtbetriebsrat über einen zukunftsgerichteten Umbau des Schienengüterverkehrs“ sprechen, die „der DB Cargo wieder Wachstumschancen eröffnen wird“ – ohne jedoch auf nähere Details einzugehen.

Ein Teil der Übereinkunft, weniger Arbeitsplätze als zunächst vorgesehen abzubauen, sei unter anderem eine Umgestaltung der Gütersparte. In Zukunft soll wohl ein auf diverse Standorte verteiltes Team von der Abfahrt bis zur Ankunft einen Güterzug betreuen, um somit sowohl den Service als auch die Pünktlichkeit zu erhöhen. Des Weiteren soll Hensel von einem Stopp des Volumenrückgangs, dem Erkennen ökonomischer Wachstumsmöglichkeiten sowie additiven Umsatz- und Gewinnpotenzialen gesprochen haben, um dadurch DB Cargo mit Erfolg zu sanieren.

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R.Windmueller