Siemens eröffnet Vorzeigefabrik

Autor: Sebastian Thelen
Datum: 12.05.2017

Digitalisierung in Metallbearbeitung bei Siemens

Siemens eröffnete am 5. Mai im Elektromotorenwerk Bad Neustadt eine neue Fabrik. Die „Arena der Digitalisierung“ gilt als Vorzeigefabrik für digitale Anwendungen in der Metallbearbeitung. Der Standort mit über 800 Quadratmetern Platz bietet Kunden und Partnern die Möglichkeit mehr über den Einsatz und die Ergebnisse der Digitalisierung in der Metallbearbeitung und Motorenproduktion zu erfahren.

Neben den kürzlich negativen Nachrichten über Entlassungen am Standort Bad Neustadt gibt es nun mit der Eröffnung der „Arena der Digitalisierung“ etwas Positives zu feiern. Die Fabrik ist eine Kombination aus Showroom und einem Fertigungsbereich. So sollen anhand der Metallbearbeitung die Bedeutung und die Umsetzungsmöglichkeiten der Digitalisierung verdeutlicht werden.

Vorstandsmitglied Klaus Helmrich hat zusammen mit den anderen Beteiligten beschlossen, den Standort in eine Vorzeigefabrik für die Digitalisierung in der Metallbearbeitung zu verwandeln. Dafür wurde geplant, mit der Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt zusammenzuarbeiten, damit junge Forscher zusammen mit erfahrenen Entwickeln Lösungen erarbeiten können. „Ich will, dass dieser Standort an erster Stelle in der Region, in Bayern, in Deutschland und in Zukunft auch in Europa stehen wird, wenn es um die Digitalisierung von Werkzeugmaschinen geht“, so Helmrich. Daher ist Ende Herbst ein Kongress angesetzt, der im Werk in Bad Neustadt gehalten werden soll.

Der Grund für die Errichtung des Informationszentrums zur Einführung von Digitalisierung für Kunden ist laut Dr. Wolfgang Heuring, CEO der Siemens Business Unit Motion Control, auch Klaus Helmrich zu verdanken. „Wir müssen unseren Kunden Digitalisierung zeigen“, so Heuring.

In Zuge dessen wurden sechs Themenfelder zur errichtet um darzustellen, wie Produkte und Lösungen aus dem eigenen Portfolio in einer bereits bestehenden und laufenden Fertigung entwickelt werden. Jan Mrosik, CEO der Division Digital Factory, erläutert: „Unser Angebot umfasst die gesamte Wertschöpfungskette: Beginnend bei Produktdesign über die Produktionsplanung, das Produktions-Engineering, die Produktion selbst bis hin zu Services.“

Mithilfe der Digitalisierung sollen individuelle Produkte und eine hohe Produktvarianz mit dem Produktionsprozess der Kunden zusammengeführt werden. Das Elektromotorenwerk bezeugt den Erfolg: am Standort Bad Neustadt werden bei einer Losgröße von durchschnittlich 5 bis 10 Stück werden 2000 Motoren pro Tag und 3000 Varianten produziert.

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S.Thelen